11 Fragen - Kölschgänger unterwegs

Heute: Jens Streifling

Jens Streifling kommt aus Leipzig, ja, und doch schlägt sein Herz längst kölsch. 1989 verließ er mit seiner Familie die DDR und wurde in Köln ansässig. So tourte er unter anderem mit L.S.E und Viva La Diva.

1992 beteiligte er sich am "Arsch huh" Projekt und lernte dort Wolfgang Niedecken kennen. Er machte bei Niedeckens "Leopardefell" Projekt mit und wurde 1996 festes Mitglied bei BAP. Auch mit Udo Lindenberg stand er schon auf der Bühne. 
Der Multiinstrumentalist ist in Köln längst eine Institution.

Seit 2003 spielt er bei der Kölner Mundart-Musikgruppe Höhner und gehört dort wohl schon zum Inventar. Ich denke, jeder der kölsche Musik hört, kennt auch Jens Streifling. 
Deshalb freue ich mich sehr, ihn heute bei unserer "11 Fragen" Geschichte präsentieren zu dürfen. Und los gehts...

1. Was verbindet dich mit Köln?

Köln ist meine zweite Heimat. Ich lebe hier schon länger als in meiner ersten Heimat - Leipzig. Die Sprache habe ich durch das Singen von kölschen Liedern gelernt. Ich mag die Menschen hier, die das Leben leicht nehmen und ein großes Herz haben

2. Wie feierst du Karneval, oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Erstmal spiele ich ja mit den Höhnern ca. 180 Auftritte im Karneval. Und wenn dieser Marathon geschafft ist, feiere ich Rosenmontag mit Freunden im Unkelbach.

3. Wo würdet du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Ich glaube, Mallorca ist so ein Platz, wo ich später mal leben will, aber im Moment will ich nicht aus meinem kleinen Dorf Bornheim-Brenig weg. Ist ja nur 25 Min. von Kölle entfernt?

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Einer meiner Lieblingsplätze ist die Beachbar im Tanzbrunnen. Der Blick von dort aus auf die Stadt und den Dom ist einfach fantastisch.Vor allem im Sonnenuntergang.
Die Domplatte mit den vielen Musikern, die an jeder Ecke spielen, mag ich auch sehr. Leider sind die Gesetze für Strassenmusiker strenger geworden. Aber als ich vor 30 Jahren hier ankam war mir klar, das also ist Freiheit.

5. Deine Lieblingslokalität?

La Vita, nicht ganz billig, aber top. Naja wenn ich dann mit meiner Frau mal essen gehe, dann muss es was Besonderes sein. Und dort habe ich ihr auch damals meinen Heiratsantrag gemacht.

6. Was fehlt dir in Köln?

Wenn man Köln z. B. mit Bonn vergleichen würde, fehlen mir in Köln die alten Gründerzeithäuser. Aber da kann man nix machen, die waren nach dem Krieg fast alle zerstört.

7. Dein Lieblingsveedel?

Ist und wird immer die Südstadt bleiben

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Die Tausende von Ampeln. Alle 50 m stehen bleiben. Baustellen, die gefühlt nie fertig werden.

9. Wer ist für dich eine "echte" kölsche Persönlichkeit?

Henning Krautmacher. Auch wenn das jetzt ein Kollege ist. Aber Henning steht in ganz Deutschland für Kölsches Lebensgefühl und kölsche Musik. Es ist manchmal schwer irgendwo in der Republik neben ihm zu laufen. Ständig Fotos und Ah der Herr Höhner. Aber Henning ist immer geduldig und freundlich zu allen.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Schwer zu sagen. Das will ich gar nicht sein. Ich bin Musiker und sehr glücklich in meinem Beruf. Ok dann würde ich das Strassenmusikergesetz ändern. Die dürfen jetzt nur noch 30 Min. an einer Stelle bleiben, und müssen dann weiter ziehen. Das ist einfach Quatsch.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?.

Ich hab es das erste mal vor 27 Jahren erlebt. Ich war Stagemanager im Tanzbrunnen bei Linus Talentprobe. Ein etwas kräftigerer Sänger kommt auf die Bühne. Die 5000 Menschen sind sehr skeptisch und drehen sich erstmal um. Der Sänger fängt mit schöner Stimme an: In unsrem Veedel von den Föös zu singen.
5000 Menschen nehmen sich in die Arme und singen lautstark mit. Ich hatte sofort Gänsehaut. Ich kannte den Song damals noch nicht aber ich wusste das ist großes kölsches Gefühl.

Kölschgänger bedanken sich bei Jens Streifling für das beantworten unserer Fragen.

Fotoquelle: Jens Streifling

Mehr von Jens im Netz:
https://www.facebook.com/jens.streifling
https://www.facebook.com/hoehnertalk/

Heute: Ralf Knoblich, alias Dä Knubbelisch vum Klingelpötz

Der im Juli 1963 in Köln-Lindenthal geborene „kölschverdötschte“ Ralf, ging in Köln in den Kindergarten (mir han do domols „Aschenbecher“ getöpfert) und zur Schule. Es folgte eine Lehre zum Modellschreiner „op däm Ihrefeld“.
1984 trat er dann als Zeitsoldat in die Bundeswehr ein. Dort wurde er bis zum Panzerfeldwebel Leopard 1 und 2 (breit fahren – schmal denken) ausgebildet. Seine Soldaten und auch einige Vorgesetzte mussten öfters lachen, wenn er auf dem Exerzierplatz häufiger beim Kommandieren ins kölsche verfiel (Bruss erus – Buch eren).

Seit 1976 ist er bis heute Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Köln, Löschgruppe Esch. Er ist dort aktuell der Baas des von ihm im Jahre 1993 mitgegründeten Fördervereins „De Löschemmer“.
1994 trat er seinen Dienst in der Justizvollzugsanstalt Köln an.
Bereits im Jahre 1993 ist er in das Reiter-Korps „Jan von Werth“ eingetreten, dem er bis heute angehört. Dort musste er im „Ommelebus“ als Hospitant die altvorderen Jan von Werther bedienen (natürlich mit schäumenden Gährgetränken). Dabei unterhielt er häufig die gesamte Busbesatzung. Die damalige Marketenderin, Stephanie Bracht, hatte dann die Idee: „Knubbel, versök et ens en d´r Bütt!“.

So sollte es sein. Im Jahre 1996 startete er mit dem Duo „Dä Schöne un dat Bies“ im Literarischen Komitee des Festkomitees Kölner Karneval. 
Im Spätsommer 1998 wagte er sich beim Literarischen Komitee vor das Publikum als „Knubbelisch“. Baas des Literarischen Komitees war damals Wolfgang Nagel. Als spezieller Ausbilder und späterer „joder Fründ“ fungierte Jupp Mendt (Kölsche Schutzmann). Der Kontakt zu Wolfgang und Jupp ist seitdem nie abgebrochen.
Im Jahre 2001 trat Ralf dann in die KAJUJA Köln ein. Dort arbeitete er von 2002 bis 2017 im Vorstand.

Übrigens bewarb er sich im Jahre 2007 erneut mit einem in der kölschen Sprache verfassten Bewerbungsschreiben beim Literarischen Komitee. Der damalige Baas Johannes Kaussen nahm ihn tatsächlich auf. Er absolvierte erneut zwei Jahre im Literarischen Komitee unter Johannes Kaussen und Karl Becker.
Seit Juni 2013 ist er ein exklusiver Künstler der Agentur Ahrens, bei der er sich familiär und vertrauensvoll aufgehoben fühlt.
Im Jahre 2013 trat er zudem in den Stammtisch Kölner Karnevalisten ein. Diesem gehört er neben der KAJUJA Köln bis zum heutigen Tage an.

Besonders stolz ist er auf den im Jahre 2014 verliehenen „Goldenen Kappes“ der KKG Nippeser Bürgerwehr. Der Appelsinefunke gehört er seit 2018 als Ehrenleutnant an.

Tja, und wer so kölsch ist, der muss natürlich auch unsere mittlerweile schon traditionellen 11 Fragen beantworten. Natürlich hat der liebe Ralf das sehr gerne gemacht. Und hier sind sie:

1. Was verbindet dich mit Köln?

Geburts- und Erlebensstadt, Flönz met Musik, Lömmelömm (selbstgemachte Limonade), Kölsch (Gährgetränk) un janz vill Hätz!

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Ich stelle mich dem Karneval ganz bewusst und mit viel Spaß auf der Bühne. Dort zu stehen und zu sehen, wie „dat Volk övver minge Käuverzäll am laache eß“ ist die schönste Feier im Fastelovend. Auch wenn nicht jeder Auftritt gelingt (es liegt nicht immer am Vortragenden ?) … aber ich gebe immer alles, aus tiefster kölscher Überzeugung!

3. Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Wat eß dat dann för en Froch? 
Ich kann nit woanders levve. 
Ich jönne mir allerhühkstens anderthalv Woche „Urlaub“ em Jöhrche. Länger jeit et einfach nit.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Überall dort, wo gute Freunde und liebe Menschen sind. Egal wo und zu welchem Anlass. 
Ich liebe es aber auch, hier in Esch über die Felder zu spazieren. Übrigens kann ich nur dort meine Rede einüben. Do ben ich jo relativ allein … usser Mömmelmänner (Kaninchen), Sprole (Stare), Määle (Amseln), Mösche (Spatzen) un vill Beie (Bienen).

5. Deine Lieblingslokalität?

Ich treffe mich sehr gern mit den FC-Freunden „Kölsche Kuckucksjünger“ vor dem Fußballspiel unseres 1.FC Köln in Müngersdorf im Landgasthaus Kuckuck. Es ist dort immer eng aber sehr herzlich.
Auswärtsspiele schaue ich immer mit meinen besten Freunden (Schöppestills Bernie, dä Lang un esu) in der Bubu Bar (Kellerbar) der Löschgruppe Esch an. Dat eß quasi ming Famillich!

6. Was fehlt dir in Köln?

Ein tragfähiges Programm zur Gestaltung der Stadt. Darin sollte mehr auf Bewährtes und Gewachsenes gesetzt werden, anstatt sich ständig neu zu erfinden (z.B. Oper, „Historische Mitte“, Gestaltung der Plätze, Organisation von Behörden un esu wigger).

7. Dein Lieblingsveedel?

Selbstverständlich Esch und Auweiler. Hier fühle ich mich geborgen und daheim.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Aggressives Verhalten bzw. Respektlosigkeit (gegenüber anderen Personen, Kultur, priv./städt. Einrichtungen) der sich auf den Plätzen und Straßen aufhaltenden Menschen, egal welcher Hautfarbe oder Herkunft.

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Jeder Mensch, der sich rheinisch fühlt, denkt und dies lebt. Das können Bekannte, Freunde oder völlig fremde Menschen an der Supermarktkasse oder sonst wo sein. Und das beschränkt sich nicht nur auf Köln, sondern auf das gesamte Rheinland.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Ich glaube, ein Tag wird sicherlich nicht reichen. 
Ich würde versuchen, die Menschen und ihre Erwartungen ernst zu nehmen.
Ich würde versuchen, das kölsche Gefühl vorzuleben, in Ausdruck und Handlung. 
Ich würde versuchen, dieses Empfinden den Entscheidern in der Kölner Verwaltung als Voraussetzung für ihre Entschlüsse/Beschlüsse verpflichtend anzuweisen.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

Das sich umeinander respektvoll kümmern. 
Die uneingeschränkte Herzlichkeit. 
Sich selbst nicht so ernst nehmen. 
Der kölsche Mutterwitz, den man überall und ständig antrifft.
Wenn Kinder und Jugendliche die kölsche Sprache verstehen, begreifen und sprechen können … tatsächlich, es gibt sie.
Zur Stadt und zum Rheinland zu stehen, sich danach sehnen, wenn man davon fern ist.

Kölschgänger bedankt sich ganz herzlich für's mitmachen.
Fotoquelle: Ralf Knoblich

Mehr von Ralf Knoblich:

Heimsigg: http://www.knubbelisch.de

Facebook: https://www.facebook.com/ralf.knoblich

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=AY-L1GEYHfI

Heute: Oliver Blum

Ich freue mich sehr, heute mal einen Künstler unsere 11 Fragen beantworten zu lassen, den ich zugegebenermaßen leider noch nie live erlebt habe, muss ich unbedingt nachholen. Steht auf meiner Agenda lieber Oliver, aber natürlich habe ich dich schon oft im Fernsehen erlebt.

Oliver ist schon sehr lange im Kölner Karneval aktiv, genauer seit 1991. Richtig los ging es dann 1999, als er bei „Blom un Blömcher“, dem Parodistentrio seines Vaters einstieg. 
Dieses Trio ist ja nun leider Geschichte, naja, so richtig dann auch wieder nicht. Oliver führt diese lange und sehr liebgewonnene Tradition weiter, das Trio nennt sich jetzt „Die Blömcher“, und so dürfen wir weiterhin ihren musikalischen Verzällcher lauschen, sie kommen auf der Bühne sehr witzig, bunt und charmant daher und ihre Texte sind einfach köstlich. Natürlich fehlen auch die alten Gassenhauer wie „Scheiss ejal ob de Hohn bes oder Hahn„, „En knallruude Pappnas“ nicht. Mir persönlich gefällt ihr Song „Ohne Dich“ ganz besonders. Sie sind mal laut, mal leise, bunt bis schrill, nur eines sind sie nie, nämlich langweilig. Dazu muss das Publikum jederzeit damit rechnen, direkt mit einbezogen zu werden, denn Oliver und seine Mitstreiter binden die Menschen gerne mal spontan in ihre Show mit ein. In diesem Trio wird Entertainment wirklich groß geschrieben.

Auf einem ganz anderen Parkett bewegt Oliver sich mit seinem Projekt „Dat Kölsche Rattepack“. Hier zeigt er ein ganz anderes musikalisches Gesicht und beweist seine musikalische Reife und Vielfältigkeit. Mit zwei weiteren Kollegen bringen sie die Swing-Klassiker des legendären Rat Pack „op Kölsch“ auf die Bühne. Hört mal rein und lasst euch verzaubern.

So ganz nebenbei unterstützt er noch den Verein „Die Jecken Öhrcher“, hat mit einem Freund und Karnevalskollegen die erste kölsche Spieluhr erfunden.

So ist es also keine Überraschung, wenn wir diesem „Jeck mit tiefkölschem Herz“ unbedingt unsere 11 Fragen stellen wollten. Und hier sind sie:

1. Was verbindet dich mit Köln?
geboren - aufgewachsen - ich atme die Stadt mit all ihren Gegensätzen!

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

mittedrin und immer dabei. seit 1991 aktiv auf der Bühne. Man schafft sich Momente, in denen man auch mal privat mitfeiern kann.

3. Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Gegenfrage: welche Stadt so vielfältig mit ihrer Sprache, Kultur und Atmosphäre? - Nur „da" könnte ich auch leben.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Der Park mit seinem Tempel, gegenüber… ich verrode nit wo dat is!!! 

5. Deine Lieblingslokalität?

Da gibt es einige und stetig wechselnd. Gerne mal im Brauhaus, bei einem guten Freund Martin „Pradels“ in Sülz.

6. Was fehlt dir in Köln?

Städtische Struktur!!!

7. Dein Lieblingsveedel?

Kölner Süden… weiß ich, is kein Veedel… dann nehme ich alle Veedel im Kölner Süden. lol

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

.. natürlich wie allen Menschen… der Verkehr!!!

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Aufgrund meiner Tätigkeit im Karneval habe ich schon viele „Persönlichkeiten“ kennenlernen dürfen… da gibt es einige die bei mir Eindruck hinterlassen haben.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?.

Ein Tag reicht da sicherlich nicht aus  Ich würde versuchen, die Anliegen der Kölner Bürger möglichst unbürokratisch und schnell umzusetzen. 
Löcher in den Strassen „stopfen" - ordentliche Schulbedingungen - gute Bildungsmöglichkeiten schaffen. Um nur einige Anliegen zu nennen.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?.

Die Gänsehaut die entsteht, wenn ich sehe wie unterschiedliche Menschen (aller Colör) friedlich miteinander feiern und kölsche Lieder singen.

Kölschgänger bedankt sich bei Oliver Blum für das beantworten unserer Fragen.

Mehr von Oliver Blum:
Die Blömcher: www.bloemcher.koeln
Dat Kölsche Rattepack: www.dat-koelsche-rattepack.de
Die jecken Öhrcher & Oly Blum: Das Video
Die Kölsche Spieluhr: www.lomalu.de

Heute: Micky Brühl

Ja, die heutige „11 Fragen-Geschichte“ ist für mich etwas besonderes. Wir fragen jetzt seit gut einem Jahr immer wieder die verschiedensten Künstler, und natürlich habe ich für mich persönlich so eine kleine Wunschliste an Menschen, denen ich gerne unsere Fragen stellen möchte. Ist ne emotionale Geschichte. Welche Musik höre ich persönlich gerne und so….

In vielen Bands gehen und kommen Bandmitglieder, natürlich geht es in den Bands weiter, aber bei den Kölner Bands gibt es für mich persönlich zwei Bands wo ich unterscheide. Die Fööss mit und ohne Tommy Engel und eben die Paveier mit und ohne Micky Brühl. Wie gesagt, emotionale Geschichte, keine Wertung.

Aber Micky Brühls Stimme höre ich sofort raus, sie gefällt mir halt, ich höre sie gerne. Sie ist für mich ein Stück Heimat, ein Stück Köln. Natürlich verbinde ich unzählige Hits mit ihr, die alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Allein mit der MBB haut er einen nach dem anderen raus. Songs wie „Zo Fooss noh Kölle jon“ oder „Ein Hoch auf die Liebe“ sind längst Gassenhauer und fehlen auf keiner kölschen Fete.

Nach dem Paveier-Aus fehlte mir etwas. Eine kölsche Type, ein Charakterkopf, eine Institution in unserer Stadt. Dann, nach einer für mich viel zu langen Pause kam Micky mit MBB zurück, und wie. Sein Album „Von vorne“ ist gespickt mit wunderbaren Songs, in den Texten spiegelt sich unser Kölner Kosmos wider, eine eigene kleine Welt. Songs wie „Zwesche Kölle und Bonn“ oder „Ich bin Kölner“ zeigen wo Mickys Herz schlägt, immer auch mit einem schelmischen Augenzwinkern. Mein persönlicher Lieblingssong „Joode Fründe“ läuft bei mir fast in Dauerschleife.

Und so bin ich heute ganz besonders stolz, denn Micky Brühl hat unsere 11 Fragen beantwortet, und wie ich die Tage gesehen habe, sogar unsere Kölschgänger-Seite geliked, dickes Ding, wie unser Michael jetzt sagen würde. Ja, manchmal ist ein Beitrag etwas ganz besonderes für mich, so wie heute. Emotionale Geschichte…..

Hier kommen die 11 Fragen an Micky Brühl:

1.Was verbindet dich mit Köln?

Heimat, Brauchtum, Tradition, Familie und Freunde, die Musik und der Karneval.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du ihm zu entfliehen?

Karneval heißt bei mir Hochsaison und arbeiten seit 35 Jahren

3. Wo würdet du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Velden am Wörthersee

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Unser Zuhause, unser Garten.

5. Deine Lieblingslokalität?

Jupp der Schotte in Holweide un Em Hähnche Christophstr.

6. Was fehlt dir in Köln?

Strassen und Viertel OHNE Baustellen.

7. Dein Lieblingsveedel?

Kein besonderes, jedes hat seine Eigenart.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Der Klüngel, die Staus, die vielen Demos.

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Wolfgang Bosbach (aus Bergisch Gladbach bei Köln ;)…)

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Druck machen das die Schulen, Kindergärten, die Brücken und der Kalker Tunnel schnellstens saniert werden.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

Gemütlich zusammensitzen, schwaade, müffele, singen, das Brauchtum und die Traditionen pflegen und geniessen.

Kölschgänger bedankt sich bei Micky Brühl fürs beantworten der Fragen.

Micky Brühl im Netz:

https://www.mickybruehlband.de

https://www.facebook.com/MickyBruehlBand/

Heute: Bruce Kapusta

Ein echter Tausendsassa ist er. Egal ob Popmusik, Klassik, weihnachtlich oder Karneval, Bruce Kapusta bewegt sich auf jedem musikalischen Parkett gekonnt und mit viel Charme. Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als ich zum ersten mal seinen Song „Dä Clown für üch“ hörte. Gänsehaut.

Und genau das möchte der Entertainer auch erreichen. Eine Stimmung erzeugen, die unter die Haut geht. Ja, und die erreicht er. Vor einigen Jahren war ich beim Sommerkarneval am Otto-Maigler-See. Zum Abschluss wird dort immer ein schönes Feuerwerk gezündet. An diesem Abend wurde es von Bruce musikalisch mit Trompetenklängen untermalt. Es war einfach traumhaft.

Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass er unsere 11 Fragen beantwortet hat. Und hier sind sie…..

1. Was verbindet dich mit Köln?
Ich bin ne echte kölsche Jung, in Köln geboren und aufgewachsen. Meine Familie wohnt hier. Und egal, ob Karnevalsauftritt oder Weihnachtskonzert: Kölsche Leeder gehören für mich immer dazu.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du ihm zu entfliehen?
Als DER CLOWN MIT SEINER TROMPETE stand ich 1995, also vor fast 25 Jahren, zum ersten Mal auf der Bühne. Die Leute kennen mich aus dem Karneval. Ich verbringe unsere „5. Jahreszeit“ also in den Festsälen, wo ich das Publikum mit meinen Auftritten in Stimmung bringen darf.

3. Wo würdet du leben wollen, wenn nicht in Köln?
Genau da, wo ich lebe. Im Kölner Umland.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?
Köln hat die Grüngürtel, das Rheinufer, Parks und Wälder. Da laufe ich gern und kann dabei wunderbar entspannen. Außerdem hält mich das Laufen fit für meine Auftritte.

5. Deine Lieblingslokalität?
Ganz ehrlich? Am liebsten sitze ich hinterm Haus und werfe den Grill an oder spiele mit den Kindern. Dafür habe ich nämlich viel zu selten Zeit.

6. Was fehlt dir in Köln?
Manchmal finde ich, dass das Wetter besser sein könnte. Am Rhein in der Sonne – das hat was!

7. Dein Lieblingsveedel?
Ich komme von der schääl Sick. Damit ist klar: Porz ist mein Veedel. Hier schlägt mein kölsches Hätz, hier bin ich aufgewachsen, hier wohnen immer noch viele meiner Freunde.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?
Der Verkehr, die Staus, Parkplatzsuche, Rad fahrende Rowdys.

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?
Oh, da fallen mir viele ein: Die BLÄCK FÖÖSS, Marita Köllner, Wicky Junggeburth, aber auch junge Bands wie KASALLA oder die Klüngelköpp. Aber auch mein Freund Rainer Calmund oder Hans Süper.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?
Das Aussterben der Kölner Kneipen beobachte ich mit Sorge. Da geht uns ein Stück Heimat verloren, echt kölsches Kulturgut. Als OB würde ich dafür sorgen, dass die kölsche Kneipe an sich auf die UNESCO Welterbe-Liste kommt.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?
Köln ist für mich Heimat. Der Rhein, die Leute, die Sprache, der FC, unsere rheinische Mentalität. Einfach so wie in dem Song „Kölle Alaaf – es eh Jeföhl“ auf meiner Jubiläums-CD

Kölschgänger bedankt sich bei Bruce Kapusta für das Interview.

Mehr von Bruce Kapusta:

www.facebook.com/KapustaBruce
www.twitter.com/BruceKapusta
www.xing.com/profile/Bruce_Kapusta
https://www.instagram.com/brucekapusta1/
www.bruce-kapusta.de
https://www.youtube.com/channel/UCnLUokcHHrL7ilAM2OCQHyw

 


(Bildnachweis: Stadtwerke Neuwied, Dirk Loerper, Lars May, Alexander Schäfer)

Heute: Gregor Rotarius

Wer öfter mal auf Straßenfesten oder Musikveranstaltungen vorbeischaut, hat ihn garantiert schon gesehen, irgendwo steht er und filmt, und filmt, und filmt..., über 800 Filme hat er bereits gedreht, unser kölscher Veedelsreporter. 
Zuhause ist Gregor in Vogelsang, dort fühlt er sich wohl, dort ist er zuhause. Und von Vogelsang aus geht es regelmäßig kreuz und quer durch die Stadt. Filme machen, Menschen treffen, hier ein Gruß, da ein kurzer Plausch. Ihn kennt ja auch jeder, eine gute Seele sei er, sagen alle, die schon mal mit ihm zu tun hatten.

Für mich ist er eine Institution, ein Original. Unverzichtbar. Wer auf Youtube unterwegs ist und sich für die kölsche Musikszene interessiert, der ist auf Gregors Kanal genau richtig. Hier bekommt man wunderbare Dokumentationen über die Veedelsveranstaltungen und Auftritte von Künstlern bequem zu sehen. Authentisch und ehrlich. Zeitdokumente, wertvoll und schön.

Schon eine ganze Weile hatte ich Gregor auf dem "Schirm", jetzt endlich hat es geklappt und ich habe ihn um seine Antworten zu unseren mittlerweile traditionellen "11 Fragen" gebeten. Und er hat "geliefert", gewohnt freundlich, schnell und mit Herz. Hier sind sie also, die Antworten unseres Veedelsreporters Gregor Rotarius. Und ein Video hat er natürlich auch noch "beigelegt". Ehrensache.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Alles! Heimat, Geborgenheit, Zusammenhalt, Freunde, Familie, Köln Verliebt, Gemütlichkeit und vieles mehr!

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Karneval habe ich im Grunde das ganze Jahr über. Sei es auf den div. Straßenfesten oder auf den Konzerten der kleinen und großen Bühnen der Stadt. Besonders sei hier mal das Altstadt Theater "Söckchen" zu erwähnen, wo viele Künstler inzwischen fast zuhause sind. Aber auch immer wieder neue Aufsteiger-Gruppen zu sehen sind. An den Karnevalstagen bleibe ich zuhause. Dann habe ich schon alles hinter mir. Schaue gemütlich von zuhause die Züge.

3. Wo würdest du leben wollen, wenn nicht in Köln?

Abgeschieden in der Provence

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Mein Lieblingsplatz, wo es auch immer etwas zu sehen gibt, ist am Söckchen. Da wo auch diese Eventschiffe der KD anlegen. Für den Rückzug bevorzuge ich dann eher den Stadtwald.

5. Deine Lieblingslokalität?

Zum einen das Söckchen in der Altstadt und auch gerne zum Schlemmen das Balthasar im Agnes Veedel.

6. Was fehlt dir in Köln?

Dass alle Bahnsteige der Straßenbahnen ebenerdig sind und für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

7. Dein Lieblingsveedel?

Zuerst sei erwähnt natürlich Vogelsang, wo ich bis zu meinem 24. Lebensjahr aufgewachsen bin. Dann noch die Kölner Altstadt.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Immer diese defekten Aufzüge der KVB. 
Dass die Stadtregierung an den Bürgern vorbei arbeitet.

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Willi Ostermann, Willi Millowitsch, Ludwig Sebus, Hans Süper, Marita Köllner.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Ich würde viel, viel mehr für die Obdachlosen tun. Es fehlt an Übernachtungsmöglichkeiten mit Wasch- und Duschgelegenheiten. Und Suppenküchen in jedem größeren Bezirk der Stadt.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

Das miteinander, man hat sofort Kontakt und ist schnell ein Freund. Der Zusammenhalt und der Klüngel....

Mehr von Gregor Rotarius:

Facebook: https://www.facebook.com/Rotarius.Film/

Youtube: https://www.youtube.com/user/RotariusG

 

Heute: Harald van Bonn

Harald van Bonn ist kein Musiker, aber er lebt und liebt Kölsche Musik. Seit mehr als 10 Jahren betreibt er als One-man-show die Seite "Kölsche Musik" mit ihrem gleichnamigen facebook-Ableger und ist seit 2004 im Team von „Loss mer singe“.

Zusammen mit dem Kultwirt Lutz Nagrotzki veranstaltet er im legendären Piranha seit 5 Jahren den "Kölschen Ovend", wo neben der kölschen Musik „aus der Dose“ auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bekannte Bands die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren. Dort konnte man schon Bands wie Fiasko, Lupo, Miljö, LAX, Rockemarieche, Kempes Feinest, Pläsier, , Dave Zwieback und viele mehr erleben, bevor sie einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden.

Übrigens werden auch wir Kölschgänger durch seine hervorragende Seite immer wieder auf solche Juwelen aufmerksam. Jeder "Köln-Musik"- Interessierte muss dieser Seite einfach sein Like schenken und den Newsletter seiner Homepage abonnieren. Klare Empfehlung von uns.

Außerdem hob er zusammen mit den Wirten Detlef von der Ubierschänke, Robert vom Chlodwig Eck, Lutz vom Piranha und inzwischen Crazy vom JECK den „Kölsche Musik Bänd Kontest“ (KMBK) aus der Taufe, der inzwischen auch unter das Dach von „Loss mer singe“ gezogen ist. Bands wie Drei Ahle un ne Zivi, Breaking Jeck und Fabian Kronbach & Band konnten hier zum ersten Mal deutlich auf sich aufmerksam machen. In diesem Jahr steigt das Finale des KMBK übrigens am 8.6. ab 19:30 Uhr in der Alteburg. Der Eintritt ist frei.

Nicht zuletzt schreibt Harald Kölsche Geschichten und Gedichte, sowie ab und an auch mal Songtexte, die u.a. von der Kölschfraktion, von Björn Heuser und von Dave Zwieback vertont wurden.

Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, wann wir uns den Kollegen für ein Interview "krallen" würden. Harald hat schon so vielen Musikern geholfen, bekannter zu werden, ist mit dem Herzen dabei, immer hilfsbereit, also höchste Zeit fürs Interview bei uns. Und es hat sich gelohnt. So geradeaus, wie er seine Seite betreibt stellt er sich auch den Fragen. Hier sind seine ganz persönlichen Antworten, spannend sage ich nur.

1. Was verbindet Dich mit Köln?
Hier bin ich geboren, hier sind meine Wurzeln und hier ist für mich Heimat, hier kann ich so sein, wie ich bin. Wobei ich Köln größer definiere als die Stadtgrenzen. Ich lebe z.B. in Kerpen-Horrem. Da hab ich manchmal das Gefühl, es wird auf der Straße mehr Kölsch gesprochen als in Köln selber. Wobei es leider überall immer weniger wird.

2. Wie feierst Du Karneval?
Bis Weiberfastnacht mit „Loss mer singe“ und der Einsingtour. Ich gehör ja auch zu den 8 Wahnsinnigen, die sich jedes Jahr die jeweils neuen kölschen Lieder reinziehen, um die Auswahl für die „Loss mer singe“-Tour zu ermitteln. Und das sind jedes Mal ca. 350-400 neue Songs! Weiberfastnacht hab ich nen fixen 12-Stunden-DJ-Job mit reichlich Live-Musik zwischendurch. Freitags „Loss mer singe“-Party, Samstag bis Montag Karneval im Veedel mit den „Bunten Funken Alt-Neu Horrem vun 2012 n.e.V. e.J.“ und Dienstag DJ im Essers mit Nubbelrede und auch ein paar letzten Live-Auftritten von kölschen Musikern.

3. Wo würdest Du leben wollen, wenn nicht in Köln?
Die einfachste Antwort ist: da, wo meine Familie lebt. Gut, das müsste jetzt nicht Meppen, Hoyerswerda oder Düsseldorf sein, vielleicht eher Richtung Eifel … und: ja, ich liebe die Berge. Ich könnte mir auch ein Leben auf einer Alm vorstellen. Aber dann wär Schluss mit Kölscher Mucke. Und das will ich ja irgendwie auch nicht.

4. Hast Du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?
Der Rückzugsort ist – siehe oben – die Familie, das Häuschen im Grünen vor den Grenzen der Stadt. Ein Lieblingsplatz in Köln ist das Südstadion, wo meine geliebte Fortuna spielt. Und natürlich der Dom – geht ja nicht ohne. Auch der äußere Grüngürtel hat es mir ein Stück weit angetan.

5. Deine Lieblingslokalität?
Ganz weit vorne: das Piranha als „Wohnzimmer der Kölschen Musik“, aber auch Ubierschänke, Chlodwig Eck, Kääzmanns, … 
Zum Essen: die leckere österreichische Küche vom Essers Gasthaus in Neuehrenfeld. Und naheliegenderweise Haus Schmitz, Stadtkrone, Casa Fiorello und Alexander - alle in Horrem und Umgebung.

6. Was fehlt Dir in Köln?
Aber und zu was mehr Ruhe und Gelassenheit. Sauberkeit ist auch so ein Thema … 
Und eine größere Nähe zu Meer und Bergen. Wobei das Meer ja in den kommenden Jahrzehnten vielleicht was näher kommen wird, was ich aufgrund der Ursachen jetzt aber auch wieder nicht so löblich finde.

7. Dein Lieblingsveedel?
Früher mal das Kwartier Latäng – als es da noch mehr Kneipen als Bars gab. Heutzutage fühle ich eine gewisse Verbundenheit mit Ehrenfeld.

8. Was geht Dir in Köln auf die Nerven?
Die manchmal fehlende Selbstkritik. Die – nicht nur in Köln – um sich greifende Verrohung der Umgangsformen. Und die – mit Verlaub – Volltrottel, die immer mit dem Handy vor der Nase ohne Rücksicht auf andere durch die Gegend schleichen.

9. Wer ist für Dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?
Oh, da gibt es eine Menge. Aber ganz weit vorne ist für mich Gerd Köster – gibt es eigentlich was, was der nicht kann? In jedem Fall der genialste Texter der Stadt. Und ein begnadeter Sänger und Vorleser.

10. Wenn Du einen Tag OB wärst, was würdest Du ändern?
Horrem eingemeinden …  
Nee, im Ernst: Viele wesentliche Probleme heutzutage gehen weit über Kölns Grenzen hinaus, z.B. die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich. Ja, vielleicht würde ich - statt Geld in die Oper oder ähnliches zu pumpen - mehr die örtlichen Hilfsorganisationen und die freie Kulturszene unterstützen.

11. Was ist für Dich das kölsche Jeföhl?
Ein kölsches Lied mit Tiefgang. 
Ein Verzäll an der Theke mit einem völlig fremden Menschen. 
Und der kölsche Dialog zweier Omas: „Wann ich ens dud ben, loss ich mich verbrenne un de Äsch beim Aldi verstreue.“ – „Woröm dat dann?“ – „Na, dann kütt minge Sonn mich winnigstens eimol de Woch besööke.“ DAS ist kölscher Humor! Und damit das kölsche Gefühl.

Kölschgänger bedankt sich bei Harald van Bonn für das Interview.
Fotoquelle: Melanie van Bonn

So, und jetzt nochmal zu seinen Seiten. Wie gesagt, ein absolutes MUSS.

Harald im Netz:
Homepage: www.koelschemusik.info
Facebook: https://www.facebook.com/groups/134782066581881/)

Heute: MILJÖ

Jaaaa, endlich. Diese Band wollte ich schon länger für unsere 11 Fragen haben. Deshalb habe ich mich wie "bolle" gefreut, als es geklappt hat.

Zum ersten mal live habe ich sie im Bergischen gesehen und war sofort begeistert. Neue Bands gab es ja in Köln in letzter Zeit einige, aber diese kam gleich mit einem eigenem Sound, eigenem Charakter daher. Ganz stark.

So wurde ich gleich Fan der Band und bin es bis heute. Klar, ihr Lommi Song ist längst Kult, wie die Kneipe selbst, wird gerne mitgegrölt. Aber wer sich den Text genauer anschaut, entdeckt auch eine Botschaft darin.

Und genau das mag ich an ihren bisher drei Alben. Musikalisch abwechslungsreich und doch klar als Miljö identifizierbar sind ihre Songs, in vielen Texten erkennt man sich wieder. 
Live springt der Funke schnell über, das habe ich jedesmal erleben dürfen und auch ihre Preise bei "Loss mer singe" und ähnlichen Veranstaltungen zeigen, wie hoch die Band bei den Kölnern im Kurs ist.

Selbst im Kölner Rosenmontagszug waren sie schon dabei. Ja, viel erreicht hat sie, diese "Kumpelband", und ich denke sie werden uns noch oft auf ihre Wolkenplätze mitnehmen.

Jetzt aber zu den 11 Fragen, hier sind sie:

1. Was verbindet euch mit Köln?
Wir sind in Köln geboren, aufgewachsen und haben dort die Lieben unseres Lebens kennengelernt. Eine stärkere Verbindung gibt es also kaum.

2. Wie feiert ihr Karneval?
Früher am liebsten mit den Kumpels in der Kneipe. Jetzt auf der Bühne. Aber ab Rosenmontag haben wir immer frei und dann wird - sofern wir noch können - wieder die Kneipe aufgesucht.

3. Wo würdet ihr Leben wollen, wenn nicht in Köln?
Ich (Mike) spielte vor einigen Jahren mit dem Gedanken, nach Los Angeles zu ziehen. Wenn es Deutschland sein soll, dann gerne Hamburg. Das ist eine schöne, ehrliche Stadt mit großer Kulturvielfalt.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?
Ich (Mike) finde ja meinen Garten sehr schön und kann dort perfekt entspannen. Ansonsten kann man das auch wunderbar im Park oder am Rheinufer mit einem Kölsch.

5. Eure Lieblingslokalität?
Natürlich das Lommi. ?

6. Was fehlt euch in Köln?
Es gibt in Köln tatsächlich keine Konzerthalle, die von der Kapazität her zwischen Lanxess-Arena und Palladium liegt. Nicht, dass das für uns derzeit interessant wäre, aber vielleicht für andere Bands, die wir gerne hier in Köln mal live sehen würden, die aber deshalb dann doch nicht vorbei kommen.

7. Euer Lieblingsveedel?
Es gibt viele schöne Veedel. Zu den schönsten zählen sicherlich auch die Südstadt und Dünnwald. Ich (Mike) finde ja mein Heimatveedel Höhenhaus auch sehr schön.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?
Die Sperrung der Auffahrt von der A4 zur Zoobrücke, die seit gefühlten 10 Jahren aktiv ist und wo leider absolut gar nichts mehr passiert.

9. Wer ist für euch eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?
Davon gibt es einige. Ganz sicher der lange Tünn, Ludwig Sebus und Peter Brings. Aber auch verstorbene Größen wie Willy Millowitsch zählen für uns dazu.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?
Diese eben genannte Sperrung auf der A4 endlich aufheben.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?
Wenn man sich an Weiberfastnacht mit wildfremden Leuten in der "Weetschaff op d'r Eck" in den Armen liegt und gemeinsam die Evergreens des Karnevals grölt.

Kölschgänger bedankt sich ganz herzlich bei MILJÖ für's beantworten der Fragen.

Mehr von MILJÖ:

Zwei Knallerkonzerte möchte ich hier besonders erwähnen. 
Leute, holt euch Tickets, es wird garantiert affengeil.

Samstag, 16.06.2018 Konzert im Waldbad Waldbad Dünnwald

Samstag, 01.12.2018 Miljö Konzert Live Music Hall

Miljö im Netz:

http://www.miljoe-musik.de/band/

https://www.facebook.com/miljoe.musik/

Fotoquelle: Foto: Daniela Patricia Rösler (www.danielapatricia.net)
Bildbearbeitung: Sven Löllgen (www.loellgen.de)

Heute: KLÜNGELKÖPP

Klüngelköpp, dieser Bandname ist wohl jedem Kölner bekannt, der sich für kölsche Musik interessiert. Seit 2003 gibt es die Band bereits, einen ersten Hit hatten sie 2007 mit "Kölsche Nächte".

Spätestens 2013 schossen sie in den Kölner Karnevalsolymp mit dem Sessionshit "Jedäuf met 4711". Seit dem sind sie von den kölschen Bühnen nicht mehr wegzudenken, ein Hit jagt den nächsten. Egal ob "Wo die Stääne sin" oder "Kölsche Fiesta", die Klüngelköpp sind in aller Munde. Pro Jahr spielen sie etwa 250 Sessionsauftritte sowie etwa 150 Ganzjahresauftritte, sind auf allen Bühnen der Stadt zuhause.

Und trotzdem haben sich die Jungs noch die Zeit genommen, um die 11 Kölschgänger-Fragen zu beantworten. Kölschgänger bedankt sich ganz herzlich dafür und jetzt wollen wir euch die Antworten der Klüngelköpp auch nicht länger vorenthalten. Deshalb viel Spaß mit den Antworten der Klüngelköpp.

1. Was verbindet euch mit Köln?

Köln ist unsere Geburtsstadt und für uns ist es die schönste Stadt der Welt. Hier sind wir zu Hause! Wir sind immer wieder glücklich, hierhin zurück zu kommen. Wenn man aus dem Urlaub oder von einer Tour zurückkommt, dann hat man hier das Gefühl, wirklich nach Hause zu kommen!

2. Wie feiert ihr Karneval?

Da wir ja in allen Sälen und Festzelten der Stadt in und um Köln herum gerade während der Karnevalszeit viel unterwegs sind, feiern wir sehr gerne und fast täglich Karneval mit allen Jecken und Fans des Karnevals am Rhing von der Bühne aus!

3. Wo würdet ihr Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Diese Frage stellt sich für uns eigentlich nicht! Wir sind Kölner mit Hätz un Siel und möchten nirgendwo anders wohnen!

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Rückzugsort ist bei uns die Familie, auch ein Besuch bei Freunden ist entspannend. Um mal abzuschalten geht es auch schonmal in die Kölner Parks oder in den Königsforst zum Spazierengehen. Auch eine Radtour am Rhein entlang ist traumhaft schön

5. Eure Lieblingslokalität?

Da hat wohl jeder in der Band so seine eigenen Favoriten. Es lohnt sich auf jeden Fall, Köln kulinarisch zu erkunden, wir sind immer wieder begeistert, wie viele tolle Lokalitäten es gibt. Urkölsche Gaststätten oder Steakhäuser sind unsere Favoriten.

6. Was fehlt euch in Köln?

Eigentlich nix. Wobei ein paar Brücken mehr vielleicht denen, die linksrheinisch wohnen, helfen würden, häufiger pünktlich zur Probe auf der Schäl Sick zu kommen ?

7. Eure Lieblingsveedel?

Die haben wir nicht. Es gibt so viele tolle Veedel in Köln und wir wohnen auch alle in unterschiedlichen Veedeln. Jedes Veedel hat seinen speziellen Reiz und es kommt immer drauf an, was man gerade erleben möchte.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Die ständigen Staus und die vielen Baustellen, die offenbar nie fertig werden.

9. Wer ist für euch eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Ludwig Sebus. Der ist 92 und immer jot drop. Da zeigt sich, dass ein echt kölsches Hätz sehr jung hält. Der Ludwig ist ein absolutes Idol und definitiv ein kölsches Original.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Die Verkehrsverhältnisse.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?.

„Et hät noch immer jot jejange!“

Kölschgänger bedankt sich bei den Klüngelköpp fürs beantworten der Fragen.
Fotoquelle: © Kay-Uwe Fischer

Heute: Ele & Rickes

Ele ( Gabriele Golsch ) wurde 1980 im schönen Köln geboren. Im Alter von 14 Jahren bekam sie dann den ersten Gesangsunterricht. Mit 16 sang Ele zum ersten Mal auf einer Hochzeit. Dies machte ihr so viel Spaß und gab so viel positive Resonanz, dass sie nicht mehr davon lassen konnte, solche Auftritte immer und immer wieder zu wiederholen.
Später kam Gesangsunterricht dazu. Neben dem Hauptaugenmerk auf den Gesang ist sie nebenbei in diversen anderen musikalischen Projekten aktiv. Dazu gehören beispielsweise ein Kölsches Kinderprogramm, ein Duo, in dem sie alte und neue Kölsche Krätzjer präsentieren, sowie ein Projekt, dass Liedern aus den 30er- und 40er-Jahren neues Leben einhaucht.

Rickes ( Richard Hunsdorf ) ist bereits seit über zwanzig Jahren im Kölner Karneval involviert und seit 2005 in der Kölschen Musikszene unterwegs. 
Neben musikalischen Stationen bei Bands wie den „Kölsche Adler“, „Vajabunde“, „Björns Bärenbande“, der Begleitband zu „Loss mer singe för Pänz“ und "Parrat" hat er für zahlreiche Kölner Interpreten Songs komponiert und Texte verfasst.
Im Jahre 2013 gründete Rickes das Label "Vringsbröck-Records".

Aktuell arbeitet Rickes an seiner ersten Solo-CD mit selbst komponierten kölschen Krätzjen im traditionellen Stil, auf das wir sehr gespannt sind.

Gemeinsam könnt ihr Ele & Rickes in ihren Projekten erleben. 
Als Ele & Rickes interpretieren die beiden vergessene Кölsche Juwelchen aus den 40er-Jahren bis heute. Ob in Erinnerungen schwelgen oder laut Mitsingen, bei diesem abwechslungsreichen Programm, vorgetragen nur mit Gitarre und Gesang, erlebt das Publikum die urkölsche Eigenart den Alltag mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten.

Als Еle & Rickes für Pänz (ehemals Вärenbande) singen die zwei gemeinsam mit den Pänz Kölsche Kinderlieder. In dem ca. 30 Minuten-Programm erleben die Kinder eine abwechslungsreiche Mischung aus fröhlichen Liedern, einfachen Tänzen und spannenden Geschichten zum aktiven Mitmachen. Das macht in erster Linie Spaß und fördert das Miteinander. Zusätzlich transportieren Gabriele und Richard spielerisch die kölsche Sprache und begeistern bereits die Kleinsten für das Singen auf Kölsch.

Ein weiteres Projekt der beiden ist „Der Klang der Epochen – eine musikalische Stadtführung“.

Spaziert mit Ele & Rickes durch Köln und hört an den passenden Stellen den "Klang der Epochen": 
Wie klang es zur Römerzeit an der "Schmitz Säule", als die Ubiermädchen "Ihre" Römer trafen? 
Was wurde in den romanische Kirchen gesungen? 
Welche Musik hörte der napoleonische Soldat am 4711-Haus und vieles mehr. Spannend, sage ich euch.

Wer so spannende Projekte am Start hat ist natürlich auch für unsere 11 Fragen interessant. Freudlicherweise haben Ele & Rickes sich bereit erklärt, diese zu beantworten. Und hier sind sie:

1. Was verbindet euch mit Köln?

Ele: Ich bin in Köln geboren und dies vergisst man nicht. Auch wenn man einmal wo anders gewohnt hat. Köln bleibt immer im Herzen.
Rickes: Köln ist einfach Heimat.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Beide: Schön in der Veedelskneipe op d´r Eck, mit Fründe jet schunkele, singe und sich Freud maache. Und dabei das ein oder andere Kölsch 

3. Wo würdet ihr Leben wollen, wenn nicht in Köln?.

Ele: Nur in Köln 
Rickes: Nashville. Hier ist der Herzschlag der Stadt ebenfalls die Musik.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Ele: Am Rhein, entspannen, Böötchen gucken und sich treiben lasssen.
Rickes: Es gibt keinen bestimmten Ort. Die Hauptsache ist, dass Menschen um mich rum sind, die mir gut tun.

5. Eure Lieblingslokalität?

Ele: Schöne alte urige Kneipen, wo die Welt noch in Ordnung ist und man schnell mit dem ein oder anderen ins Gespräch kommt.
Rickes: ....wie z.B. das Fridloin Eck in Ehrenfeld. Schön mit Fründe und minger Frau FC gucken. Oder das Brauhaus Sion. Ich sage nur Tatar!

6. Was fehlt euch in Köln?

Ele: Es wäre schön, wenn die so von Kölner hochgelobte Toleranz, auch wirklich gelebt würde.
Rickes: Die Ur-Kölschen.

7. Euer Lieblingsveedel?.

Ele: Klettenberg und Sülz
Rickes: Nippes

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Ele: Dass die Bahnen nicht so oft fahren.
Rickes: ...ganz genau und der Dreck!

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Ele: Willy und Hennes
Rickes: Der einfache Arbeiter, der mit der Express unterm Arm in die Pause geht und sich bei ner Zigarette und Kaffee schön mit seinen Kollegen op Kölsch die Schnüss schwaad.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Beide: Wissen wir nicht...

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Ele: Wenn im Karneval (oder auch wann anders) in der Bahn einfach ein kölsches Lied angestimmmt wird, uns alle singen mit.... 
Rickes: Das Gefühl kann man nicht in Worte fassen.

Kölschgänger bedankt sich bei Ele & Rickes für das Interview.

Heute: Helmut A. Wiemer

Jetzt haben wir ihn endlich, den Lövenicher Jung. Total symphatisch, Musiker mit Leib und Seele, denn bereits mit 6 Jahren lernte er von seinem Großvater Helmut Heinrich Wiemer das Gitarre spielen. Später kam dann noch eine Gesangsausbildung dazu.

Aber auch sonst hat er eine höchst abwechslungsreiche Vita vorzuweisen. So war er Tischtennisspieler und -Trainer, Skilehrer beim Österreichischen Skiverband (Helmut, wie um alles in der Welt kommt man als kölsche Jung dazu?)
Ach ja, deutscher Schulmeister im Brustschwimmen war er auch noch. Kein Ding. 
Dazu kam dann noch eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann und folgend war er dann Agenturinhaber.
Golfprofi-Trainer, ausgebildeter Mentaltrainer und Coach,
Musikproduzent, Liedermacher und Künstler. Und das alles in einem Leben. Hammer.

Und als Musiker ist er eine Wucht. Seine Musik hat Seele, egal ob solo, oder mit seiner Band Kölsch Kultur. Übrigens eine Band mit richtig Klasse. Michael Kuhl, Peter Millowitsch, Pat Anthony, Angel Hambach, Ulf Stricker und Frank Buohler. Wer die Möglichkeit hat, diese Band live zu erleben, der wird den Abend so schnell nicht vergessen. Ganz stark sage ich euch, beeindruckend. Hört euch mal ihre Version vom Niedecken Klassiker "Verdamp lang her" an, geil sage ich nur. Oder " Sorje ahn d'r Hoot", könnt ihr euch heute hier übrigens anhören. Der Song macht einfach Laune.

So, ihr lest sicher raus, dieser Künstler hat mich schwer beeindruckt. Dazu stehe ich. Toll was wir in Köln für feine Typen haben. Jetzt aber zum Interview. Es lohnt sich, versprochen. Die Kölschgänger wünschen euch viel Spaß beim lesen und beim anhören des Songs.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Köln ist für mich Heimat, geprägt durch das ganz besondere Lebensgefühl der Menschen hier. Das gibt es auch nur en Kölle! Die Familie meiner Frau kommt aus dem Emsland, dieser Schlag Mensch ist sehr trocken und gerade heraus, aber wenn „de Sippe“ kütt, dann lieben Sie es, in die typischen Kneipen zu gehen und bei fast jedem meiner Konzerte sind sie dabei; sogar deren Freunde kommen dann nach Köln. Naja, der Hergott hat ja auch einen ganz besonderen Menschen „jemaat“- ne Kölsche Jeck! Auch wenn Köln nicht gerade die schönste Stadt in Deutschland ist, gibt es geschichtlich relevante Orte mit historischen Gegebenheiten, die einfach prägend für Köln und wunderbar zu erleben sind.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du ihm zu entfliehen?

Karneval ist mehr, als nur ne Pappnase aufsetzen und Allaaf ausrufen. Sich selbst nicht zu ernst nehmend das Fest feiern und auch ein bisschen sich selbst; das findet beim Rosenmontagszoch und den Veedelzöje immer fantastisch statt. Es gibt auch einige Sitzungen, die ich als Gast erleben darf, die ich wunderbar finde. Hier eine besonders herauszustellen würde allen anderen nicht gerecht werden; also alle Sitzungen, wo ich eingeladen werde sind prima!…an dieser Stelle sähe man mich lachen:))

3. Wo würdet du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Nicht in Köln????!!!!! Wie soll ich das überleben?! Im Ernst aber steh ich total auf Hamburg. Am Hafen könnte ich den ganzen Tag verweilen und die Gedanken freilassen. München kann auch schön sein, aber mit dem Schlag der Menschen dort komme ich nicht so richtig klar. Es gab eine Zeit, wo ich jedes zweite Wochenende dort war und wenn ich nicht in einem geschlossenen Kreis von Menschen gewesen wäre, dann wär ich dort eingegangen, wie ne Primel….nä, dat es do nix för mich!

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Rückzugsorte in Köln gibt es für mich nicht. Aber Sinnesorte, wie z.B. die Rheinterassen, wo man einen wunderschönen Blick auf die „richtige Seite“ von Köln hat..-)). Auch die Südstadt hat wunderbare schöne Eckchen und Kaffees. Rodenkirchen hat es mir schon von Kindheitstagen angetan, da bin ich früher mit meinem Opa immer mit dem Fahrrad von Lövenich aus hin- und wieder zurück gefahren. Auf der Terrasse vom Marienburger Golfclub sitze ich gerne…am liebsten wenn keiner von den Golfern da ist…dann hat dieser Platz Magie, oder meine Golfheimat am Clarenhof Konzeptgolf, wo man auch in Strassenkleidern einfach ein paar Bälle schlagen kann un e lecker Kölsch drenke kann. Wenn ich mich zurückziehen möchte, dann nur at home mit meiner Frau Maike!

5. Deine Lieblingslokalität?

Aus persönlicher Verbundenheit der Landbrenner in Frechen, wo mein Freund Martin Temme die Gastronomie hat, tolles Ambiente, leckere gute Küche und ein tolles Team. Dort ist auch die Homebase von meiner Band Kölsch Kultur. Als Lövenicher Jung zählt auch das Früh Veedel-Restaurant Im Höfchen dazu, so wie das Reissdorf em Keuchhof, mit den jeweiligen Betreibern Christian und Eugen verbindet mich mehr, als nur Jodes Esse un Kölsch. Hier sei vermerkt, daß ich keine Sponsorenverträge mit Früh- oder Reissdorf Kölsch habe, evver wat net ess, kann joh noch weede:-)).Natürlich gibt es auch andere tolle urige Kneipen und Restaurants in der Stadt.

6. Was fehlt dir in Köln?

Mir fehlt es in Köln oft an Nachhaltigkeit und längerem Wirken von Werten, die man offenlegt und versucht zu leben. Der Begriff Freundschaft wird so schnell verwendet und ganz schnell wieder aufgehoben, wenn man sich zu einer Sache oder einem Standpunkt klar bekennt. Mit einer gewissenhaften Grundeinstellung zur Oberflächlichkeit kann man in Köln gut leben, verlange nicht zu viel un alles es jot. Adenauer sagte einmal „ was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Das trifft es doch sehr!

7. Dein Lieblingsveedel?

Klar- Lövenich! Do ben ich opjewachse. Lindenthal ben ich jeboore und Neustadt-Süd.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Klugscheisser un Besserwisser gehen mir total auf den Nerv. Menschen, die über jeden und alles richten aber selbst keine durchdachte Alternative anbieten. Die Verkehrslage bringt mich langsam öm; nervt total. Und die Alternativen Buss- und Bahn? Naja, geht auch nicht wirklich gut.

9. Wer ist für dich eine "echte" Kölsche Persönlichkeit?

Wenn ich an Willy Schneider denke, der in Junkersdorf zuletzt lebte und ich kennenlernen dufte, dann geht mein Herz auf. Ein grand Senior und ganz ruhiger besonnener Mann war er und natürlich ein toller Sänger und Komponist. Lieder werden viele seiner Lieder nicht mehr beachtet in der heutigen Zeit, aber wenn man bedenkt: Er war der erste Sänger in Deutschland, der weit über 18 Millionen Schallplatten verkauft hat?! Und seine Lied-Kultur umfasst mehr als 700 aufgenommene Tonträger. Hallo, wer konnte da mithalten!

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Wäre ich einen Tag OB, dann würde ich alle Autos aus Köln rausholen lassen und alle müssten Fahrrad fahren und alle könnten sich Kölle mal richtig anschauen...langsam an jedem Gebäude vorbeifahren, anhalten und an jedem Hotspot stünden Bierwagen, wo es Kölsch und Original Kölsche Gerichte gäbe. An jeder Bud spielen Kölsche Bands und Redner treten auf und zu jedem Örtchen gäbe es geschichtlich relevante Erzählungen; alle Menschen können sich über das Gehörte, Gesehene und Verspeiste unterhalten und austauschen.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

Levve un levve losse.

Die Kölschgänger bedanken sich bei Helmut A. Wiemer für das Interview und das Video.

Heute: Renate Geiter - Künstlerin

Heute möchten wir einmal eine Künstlerin vorstellen, deren Bilder ja schon häufiger auf unserer Gruppenseite gezeigt wurden. Wir sind nach wie vor total begeistert von ihnen und so lag es nahe, dass wir Renate Geiter zu unseren 11 Fragen einluden.

Renate wurde 1971 in Cochem an der Mosel geboren, in Frankfurt am Main und später in Lohmar an der Sieg aufgewachsen, ist sie zum Studium nach Köln an den Rhein gezogen und natürlich auch geblieben.
Zwei Jahre nach dem Studium arbeitete sie zunächst noch als Architektin, doch seit 2001 widmet sie ihr Dasein der Kunst.
Die ersten Bilder waren abstrakt. Später wurde es eine Mischung aus abstrakter und gegenständlicher Malerei. Momentan lebt sie in Zollstock, und um die Zollstocker in die kleinste Galerie Kölns zu locken, entstand die Idee, den Zollstockern ihr Viertel zu malen. Da sie zeitgleich in das Viertel zog, war die Identifizierung nicht schwer.

Zunächst fotografierte sie die für sie interessanten Straßenzüge und malte sie anschließend in Ihrem Stil. Hier vereinte sich nun erstmalig die 20-jährige Erfahrung als Künstlerin mit dem Blick und dem Raumempfinden der Architektin.

Das Projekt war so erfolgreich, weil jeder Kölner sein Viertel liebt, dass Renate daraufhin begann, weitere Stadtviertel malerisch festzuhalten. Es entstanden Bilder zu Bayenthal/Marienburg oder auch Klettenberg.

Die letzte Ausstellung fand in der Galerie daneben im Rathenauviertel statt mit Bildern zum (wie sollte es anders sein) zum Rathenauviertel:

Eindrucksvoll findet Renate, dass jedes Viertel etwas ganz besonderes hat. Sich malerisch mit einem Viertel zu beschäftigen, ist das beste Mittel, um die Schönheit der eigenen Heimat zu erfahren.

Mit ihrer Ausstellung in der Galerie Display 2016 in Zollstock begann eine neue Ära.

Das nächste Ziel ist Ehrenfeld. Termine findet ihr auf der homepage: www.renate-geiter.de

Jetzt aber zu den 11 Fragen.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Da gibt es mehrere Punkte. Zum einen sind hier während meiner Studienzeit tolle neue Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. 
Zum anderen: Wer einmal in Köln lebt, möchte hier nicht mehr weg. 
Köln ist so großstädtisch und doch so klein und fast dörflich durch die autarken Viertel. Egal, wo man in Köln wohnt, nach einer Woche kennt einen der Kioskbesitzer, der Bäcker und in der Kneipe nebenan trinkt man schon zusammen mit den Alteingesessenen ein lecker Kölsch.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Karneval ist eine Offenbarung, der man sich einfach hingeben muss. Vom Einsingen angefangen, bis zur Nubbelverbrennung mache ich jedes Jahr alles mit.
Obwohl man als „Immi“ natürlich nicht gleich jeden Text so versteht, wie er eigentlich gemeint war. So wird aus: „ Leve in de dach rin“ gerne mal ein : „Leben in der Dachrinne“.....

3. Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Et gitt kei Wood.... und kei andre Ort

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Am Rathenauplatz war ich gerne auf dem Selbigen und am Aachener Weiher.
Jetzt wohne ich in Zollstock und hier ist der Vorgebirgspark und Kalscheurer Weiher sehr schön.

5. Deine Lieblingslokalität?

In Zollstock gibt es viele großartige Kneipen von urig: Zollstocker Hof (ganz phänomenal) bis „novel cuisin“ : alter Zollhof, doch am häufigsten, weil die Leute dort auch ausnehmend nett sind und wir quasi nur aus der Haustür rausfallen müssen, halten wir uns im Höninger auf.

6. Was fehlt dir in Köln?

Mir fällt nichts ein.
Vielleicht würde ich gerne um mehr Umsicht bei dem Party-und Grillvolk bitten. Wir haben unseren Müll früher weggeräumt....

7. Dein Lieblingsveedel?

Zur Zeit ist mein Lieblingsveedel natürlich Zollstock- weil ich dort wohne.
Früher war es Ehrenfeld, dann Sülz und dann das Rathenauviertel aus dem gleichen Grund.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Ich weiß nicht, ob das kölnspezifisch ist, aber der Müll in den Parks, der dort einfach liegengelassen wird und die Leute, die in Hauseingänge pinkeln, finde ich ekelhaft.

9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Also als erste fällt mir da Carolin Kebekus ein. Die finde ich unglaublich, unwahrscheinlich, hammer-tolle Person.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Hach-das ist mir zu kompliziert.

11. Was ist für dich das “kölsche Jeföhl”? - Oder “kölsche Geföhl”

Das „kölsche Jeföhl“ ist pure Heimat - angekommen sein - sich wohl fühlen. Toleranz und gute Laune.

Kölschgänger bedankt sich bei Renate Geiter für das Interview.

Heute: Ralf Werlich von der „Sport Lounge Köln“.

Die "Sport-Lounge-Köln" informiert über Sport in und um Köln, dazu gibt es schöne Interviews und einen sehr hörenswerten Podcast. Es werden nicht nur "grosse" Vereine vorgestellt, sondern auch die "Kleinen", sowie Sportarten, die nicht so im Mittelpunkt stehen. Eine sehr schöne und spannende Kölner Seite und deshalb natürlich ein Kandidat für unsere 11 Fragen. Also ging es diesmal in den Kölner Süden.

 

1. Was verbindet dich mit Köln?

Zu allererst meine Frau. Sie ist „e echt kölsch Mädche“!
Dann der Karneval. Und natürlich die Vielfalt des Kölner Sports.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Entfliehen? Habe ich, glaube ich, einmal probiert. Mit mäßigem Erfolg.
Ich gehöre dem Senat der KG Kapelle Jonge von 1947 an. Außerdem war
Ich im Engelskirchener Dreigestirn Jungfrau.
Karneval ist eine schöne Tradition, wenn sie traditionell gefeiert und
zelebriert wird und nicht zum „Ballermann“-Brauchtum mutiert.

3. Wo würdest du leben wollen, wenn nicht in Köln?

In einem Vorort von Köln, um schnell nach Köln zu kommen, wenn ich Lust dazu habe. Oder in Hamburg, der zweitschönsten Stadt Deutschlands.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Lieblingsplätze gibt es viele. Ich fahre sehr gerne mit dem Rad am Rhein entlang. Da sind wir in Köln mit tollen Radwegen wirklich gut bedacht. Und natürlich die Sportstätten dieser Stadt.
Rückzugsorte? Die habe ich. Wie eben gesagt zum Beispiel am Rhein. Mehr möchte ich aber nicht verraten, denn sonst sind es bald keine Rückzugsorte mehr.

5. Deine Lieblingslokalität?

Ganz klar das Vereinslokal der KG Kapelle Jonge, das „Landhaus Alt Weiß“. Neben lecker Kölsch und sehr gutem Essen genieße ich dort die Geselligkeit. Ansonsten die Cafés rund um den Maternusplatz in Rodenkirchen.

6. Was fehlt dir in Köln?

Was in Köln auf jeden Fall fehlt, ist eine Sporthalle, die eine Größe
zwischen Schulsporthalle und Lanxess-Arena hat. So 2500 Zuschauer Fassungsvermögen. Mir persönlich fehlt nichts in Köln.

7. Dein Lieblingsveedel?

Das begrenze ich nicht auf ein Veedel. Der Kölner Süden begeistert mich. Rodenkirchen-Weiß-Sürth, die Achse des angenehmen Lebens.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Man spricht häufig davon, wie tolerant der Kölner ist. Wenn er diese
Toleranz auch leben würde, wäre das toll.
Und die Kölner Selbstverliebtheit kann schon manchmal nerven, wenn man spürt, dass der Kölner keine anderen Götter neben sich duldet.

9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Toni Schumacher, Lukas Podolski, Carolin Kebekus

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich den Job nicht gerne machen würde, weil es immer Menschen geben wird, die einzig und allein darauf aus sind, dir Steine in den Weg zu legen.
Aber wenn man mir den Job für einen Tag aufs Auge drücken würde, würde ich Sprayer härter bestrafen. Ich könnte, entschuldigt das Wort, kotzen, wenn ich sehe, wie Gebäude, auch historische Gebäude, durch Graffiti verschandelt werden.
Das sind Aktionen,die niemandem nutzen und noch nicht mal schön
aussehen.

11. Was ist für dich das "kölsche Jeföhl"?

Das kölsche Jeföhl ist für mich, einfach auf Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ein lockerer Umgang miteinander. Schön wäre, wenn etwas mehr „wir“- und weniger „ich“-Mentalität Einzug halten würde. Dann würde die Stadt wieder ein Stück weit so lebens- und liebenswert, wie sie mal war und was sie ausgezeichnet hat.

 

Kölschgänger bedankt sich bei Ralf für das Interview.

 

 

Heute: Björn Heuser

Björn Heuser, 1982 in Köln Ehrenfeld geboren, ist ne echte kölsche Jung und Vollblutmusiker mit Herz und Seele.

Als Musiker, Liedermacher und v.a. Komponist ist er inzwischen aus Köln nicht mehr wegzudenken und wird sogar schon mit Hans Knipp verglichen. Viele kennen ihn sicherlich von den gut besuchten kölschen Mitsingkonzerten jeden Freitag Abend im Gaffel am Dom oder vom Mitsingweltrekord "Kölle singt".

Aber Björn singt nicht nur altbekannte Titel sondern steht auch mit eigenen kölschen Titeln auf der Bühne die er u.a. in der Reihe "Montagslieder" und beim "Weihnachtsjeföhl" auf die Bühne bringt und u.a. mit dem aktuellen Album "Zick es Jlöck" präsentiert. Ein ganz besonders schönes Projekt sind die Kinderlieder von "Björns Bärenbande" die schon die ganz kleinen musikalisch an die kölsche Sproch ranführen.

Als Liedermacher und Komponist hat Björn bereits viele Titel u.a. für die Bläck Fööss, Brings, Paveier, Altreucher, Klüngelköpp, Funky Marys, Rheinländer und viele andere geschrieben die den meisten von uns sehr gut bekannt sind. 
Ich freue mich sehr dass Björn unsere 11 Fragen im Interview beantwortet hat. Hier sind sie.......

1. Was verbindet Dich mit Köln?

Ich bin in Köln geboren, habe nie woanders gelebt, und will das auch nicht ändern. Außerdem hat alles, was ich beruflich mache, irgendwie mit Köln zu tun. Nicht umsonst werde ich auch oft als "Berufskölner" bezeichnet.

2. Wie feierst Du Karneval oder versuchst Du, ihm zu entfliehen?

Ich feiere während der Arbeit sozusagen, weil ich an Karneval natürlich nur auf der Bühne stehe.

3. Wo würdest Du Leben wollen wenn nicht in Köln?

Nirgendwo. 

4. Hast Du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Ich bin gerne in meinem Heimat-Veedel Bickendorf unterwegs. Dort ist es zum Teil auch schön grün. Die Parks sind meine Rückzugsorte, oder besonders auch gerne mein schöner, großer Garten.

5. Deine Lieblingslokalität?

Ich habe unheimlich viele Stammkneipen, die alle ihren individuellen Charme haben. Da kann und möchte ich keine hervorheben.

6. Was fehlt Dir in Köln?

Parkplätze.

7. Dein Lieblingsveedel?

Natürlich Bickendorf.

8. Was geht Dir in Köln auf die Nerven?

Köln mutiert immer mehr zu DER In-Stadt überhaupt. Wir müssen auf unsere kölsche Seele und das kölsche Herz aufpassen, auf unsere Stadt achten, denn sie ist etwas besonderes. Wir sind bunt, multi-kulti, hier ist Platz für jeden, kein Mensch ist mehr wert oder wichtiger, als ein anderer. Das müssen wir auch so leben. Respekt ist das Zauberwort.

9. Welchen Kölner Promi würdest Du gerne Treffen?

Promis interessieren mich weniger. Ich mag lieber die alten, kölschen, urtümlichen Begegnungen. Da kann unsere Generation viel lernen, nicht nur Dinge, die die kölsche Sprache betreffen.

10. Wenn Du einen Tag OB wärst, was würdest Du ändern?

Oje, OB will ich gar nicht sein. Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der sich das antut und für uns Bürger sein Leben investiert.

11. Was ist für Dich das kölsche Jeföhl?
Die Mentalität der Menschen hier, egal wo sie herkommen. Wenn man sich das Treiben der Stadt in den verschiedenen Veedeln aus der Vogelperspektive anschauen würde, würde man Einiges beobachten können. Diese Vielfalt macht Köln und ein stückweit das kölsche Jeföhl aus, denke ich.

Kölschgänger bedankt sich bei Björn Heuser für das Interview.

Heute: Bernd Vielhaber, der Macher der Seite "Kölner Stadtschreiber"

Bernd, 58 Jahre jung, geboren und aufgewachsen im Sauerland, lebt aber bereits seit 30 Jahren in seiner Wahlheimat Köln. Er ist der Kölner Stadtschreiber, betreibt seine Seite weit abseits des Mainstreams. Ich persönlich liebe seine Art zu schreiben. Seine Art, etwas zu betrachten und mit manchmal spitzfindig-schrägem Humor zu erzählen, ist immer ein Highlight im Netz für mich. Er weiß wie es geht, legt manchmal auch bitterböse den Finger in die Wunde, beherrscht das Schreiben und erzählen. Kein Wunder, war er doch erst Verlagskaufmann, dann Redakteur, jetzt Blogger. Deshalb freue ich mich wie bolle über Bernd's Zusage, die 11 Fragen zu beantworten. Und hier sind sie.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Dass du hier an jeder Ecke auf eine 2000-jährige Geschichte stößt und die Stadt gleichzeitig so jung und voller Leben ist. Absolute Highlights sind der Dom, die romanischen Kirchen und natürlich Vater Rhein. Und ich mag die Mentalität der Einwohner sehr gern – diese Gelassenheit, die uns Westfalen leider ein wenig abgeht.

2. Wie feierst du Karneval, oder versuchst du ihm zu entfliehen?

Leider bin ich gar kein Karnevalist. Um ehrlich zu sein, habe ich auch in meinem 30. Jahr hier in Köln noch nicht so recht verstanden, worum es dabei eigentlich geht. Besonders unangenehm finde ich die Sauftouristen auf den Straßen. Daher versuche ich, wenn möglich, woanders zu sein.

3. Wo würdest du leben wollen, wenn nicht in Köln?

Irland ist mein Traum. Dort würde ich gerne so nah wie möglich an der Küste im Norden leben und mich zu allen Jahreszeiten den Elementen aussetzen. Ich würde Schafe züchten, Gartenbau betreiben, Bilder malen und endlos lange Gedichte schreiben.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Der Jugendpark in Mülheim, Finkens Garten in Rodenkirchen, Kalscheurer und Decksteiner Weiher sowie die Wahner Heide sind Orte, an denen ich immer Abstand gewinnen und Kraft tanken kann. Wenn ich Lust auf pralles Leben habe: Chlodwigplatz, Rheinuferpromenade oder Wiener Platz. Da gibt es immer was zu sehen.

5. Deine Lieblingslokalität?

Hier in Köln war anfangs das „Z“ in Nippes meine absolute Top-Location. Diese wunderbare Billard-Kneipe gibt es aber schon lange nicht mehr. Später hat man mich öfter im Belgischen Viertel getroffen: „Oberbayrische Analyse“ oder „Gonzalez y Gonzalez“ (jetzt „Herr Pimock“).
Inzwischen habe ich keinen Spaß mehr daran, nicht zuletzt wegen des Rauchverbots. Lieber treffe ich mich privat mit Freunden. Wenn ich einmal Lust habe essen zu gehen, suche ich gerne das „Höninger“ in Zollstock auf: nette Bedienung, sehr sorgfältig zubereitetes, leckeres Essen, faire Preise. Kein Wunder, dass es da meistens voll ist.

6. Was fehlt dir in Köln?

Am meisten fehlt mir das doppeltgebackene Graubrot, wie ich es aus meiner Heimat kenne. Und ich vermisse richtige Wälder, in denen ich auch einmal kraxeln kann und stundenlang kein einziges Motorengeräusch höre.

7. Dein Lieblingsveedel?

Ich mag Nippes sehr gerne. Dort habe ich meine ersten Jahre in Köln verbracht, und dort würde ich jederzeit wieder hinziehen. Aber auch Sülz und das Vringsveedel finde ich gut.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Die vielen Autos auf den Straßen, Krach und Gestank, die Baustellen und die architektonischen Sünden der Nachkriegszeit. Außerdem kann ich mich nicht daran gewöhnen, dass viele Leute ihren Müll einfach überall zu Boden fallen lassen.

9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Da fallen mir gleich auf Anhieb mehrere ein: Gaby Köster, Frank Hocker, Anke Engelke, Günter Wallraff, Janine Kunze, Armin Maiwald, Henriette Reker, Jürgen Becker (beide), Wolfgang Overath, Melanie Raabe, Jan Böhmermann ... Zwingt mich bitte nicht, mich für einen zu entscheiden!

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Mir ist schon klar, dass man als OB längst nicht so viel bewirken kann, wie etliche glauben. Schon gar nicht an nur einem Tag. Aber immerhin hat Fritz Schramma seinerzeit versprochen, mit ihm als Oberbürgermeister von Köln gebe es keine Benzinpreiserhöhung. Und damit hat er die Wahl gewonnen! Also ziehe ich jetzt auch mal vom Leder: 
Am Vormittag würde ich dafür sorgen, dass jede Frau in Köln zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Angst auf die Straße gehen könnte. Dann würde ich veranlassen, dass es ausreichend Klassenräume und Lehrer für alle Schüler gäbe.
Am Nachmittag würde ich in allen sozialen Brennpunkten der Stadt die Wohnanlagen aufkaufen, instandsetzen und zu fairen Bedingungen vermieten. Danach würde ich die Feinstaubwerte halbieren, die Integration von Flüchtlingen verbessern und die Kulturpolitik auf Weltstadtniveau heben.
Und kurz vor Feierabend würde ich dieses hässliche Deckengehänge aus der Piazzetta des historischen Rathauses entfernen lassen.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

Auf den Punkt gebracht: „Levve un levve loße“.

Kölschgänger bedankt sich bei Bernd fürs beantworten der Fragen und freut sich auf hoffentlich viele weitere Beiträge von ihm.

Hier gibts mehr vom Kölner Stadtschreiber:
Blog: www.koelnerstadtschreiber.de
FB: https://www.facebook.com/Godefrit/
Pinterest: https://www.pinterest.de/koelnerstadtschreiber/
Twitter: https://twitter.com/KStadtschreiber?lang=de

Soundcloud: https://soundcloud.com/user-921713561
( Sag mal, wo ist der Kerl eigentlich nicht?)

 

Heute: Ute Schmidt von "Kölner StadtteilLiebe"

Heute möchte ich in unserer Rubrik "11 Fragen" Frau Ute Schmidt von der Seite "Kölner StadtteilLiebe" vorstellen. Diese noch recht junge Seite aus dem Kölner Süden hat jetzt neben den üblichen Medien im Netz sogar ein Magazin am Start. Grund genug für uns einmal nachzufragen, was da genau abgeht.

Hallo Ute, bevor wir zu den traditionellen 11 Fragen kommen, im Kölner Süden bist du ja weltbekannt, einigen aus den anderen Gebieten unserer Stadt vielleicht noch nicht so. Wer bist du?

Ute Schmidt: Wer bin ich? Gute Frage?
Also zuerst einmal lebe ich hinter der Brücke, im schönen Kölner Süden. Fahre ich über die Brücke, fahre ich gefühlt schon ins Ausland. Gehe ich ins Dorf, gehe ich auf den Maternusplatz in Rodenkirchen, fahre ich in die Stadt, fahre ich über die Rheinuferstraße nach Köln. Ich liebe meinen Stadtteil, darum lebe, arbeite und mache ich quasi alles hier. Ich bin weder ein Punker noch ein Hippie - doch langweilig bin ich nicht. Ich bin ein Menschenfreund und brauche die tägliche Kommunikation. Ich bin viel an der frischen Luft mit meinem Hund, doch Sport kenne ich nur aus dem Fernsehen. Karneval war mir einmal sehr wichtig und der FC gehört irgendwie schon immer in mein Leben, doch wie sagt mein Sohn „ich bin ein Event-Gucker“.

Mit viel Freude leite ich die Rodenkirchener Unternehmerinnen und habe ein eigenes Medien-Format die „Kölner StadtteilLiebe“. Wer mich kennt, weiß, dass ich viel Energie habe, doch ein Partyhase bin ich nicht mehr. Meine sozialen Kontakte sind und bleiben mir wichtig, genau wie mein Kind, mein Partner und meine Freunde. Grundsätzlich versuche ich mir und anderen das Leben schön zu machen. Außerdem bin ich leidenschaftliche Netzwerkerin in vielerlei Richtung. Viele sagen: Du bist halt Ute…

1.Was verbindet dich mit Köln?

ALLES…… Also erst einmal bin ich in Köln geboren, aufgewachsen und mit dem rot/weißen Gen von einer echt KÖLSCHEN FAMILIE infiziert. Dann ist der Dom für mich das schönste Kappelchen der Welt. Dazu liebe ich die Menschen, die hier leben, außerdem brauche ich die Vielseitigkeit in unserer Stadt und die vielen unterschiedlichen Veedel. Ich könnte ich mir mein Leben woanders nicht vorstellen.

2.Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Ich bin in den Karneval geboren und kann mir mein Leben ohne Karneval nicht vorstellen. Früher habe ich ALLES mitgenommen, doch heute schäme ich mich oft und frage mich: Was ist aus dem schönen Fastelovend nur geworden? Ballermann statt Brauchtum, Krach statt schunkeln, hochdeutsch statt kölsch… und dann singe ich immer:

OCH, WAT WOR DAT FRÖHER SCHÖN DOCH EN COLONIA
Wat hät doch Köln sing Eigenart verlore,
wie wor dat Lääve he am Rhing so nett.
Mer is sich selver net mie räch im klore,
ob mer ne Fimmel oder keine hät.
Der fremde Krom et es doch zo bedoore,
als aahle Kölsche schüddelt mer de Kopp,
deit mer sich bloß die Pänz vun hück beloore stüß einem jeidesmol de Haimat ob...

3.Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Nirgendwo, je älter ich werde, könnte ich mir eine asiatische Auszeit vorstellen, doch nach ein paar Wochen, müsste ich immer wieder nach Hause.

4.Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Na klar… Ist mir alles ein wenig viel, gehe ich Stunden mit meinem Hund ab Weisser Rheinbogen spazieren. Dann kann es passieren, dass ich bis zum Dom laufe, dort stelle ich dann ein Kerzchen auf, beobachte das lebhafte Treiben und fahre mit dem Böötchen zurück. Möchte ich Genuss, beobachte ich die Menschen auf dem Maternusplatz, am Rhein oder auf dem Wasser. Und möchte ich das herzliche Leben, fahre ich meine Freunde besuchen in der Südstadt, in Junkersdorf oder fahre auf den Nüssenberger Hof.

5.Deine Lieblingslokalität?

Ganz klar das Bistro Verde in Rodenkirchen, dann natürlich unser Eiscafe am Maternusplatz und die Krone, dort gehen wir nämlich regelmäßig kegeln…. Super lecker ist es IMMER in der Hauptsache und im Il Pazzo, dort kochen die Inhaber garantiert ohne Tütchen und Büchsenöffner. Möchte ich eigentlich gar nicht so laut sagen, schon jetzt sollte man reservieren - zwinker.

6.Was fehlt Dir in Köln?

Ordnung und das in vielerlei Hinsicht. Dazu fehlt mir immer mehr die kölsche Sprache und die echten Kölschen. Die werden leider immer weniger und in den kölschen Veedeln findest du immer mehr Imis, welche die alteingesessenen Kölschen verdrängen und Ihnen ihre Lebensart aufdrücken möchten.

7.Dein Lieblingsveedel?

Zum Leben ganz klar der Kölner Süden, ich fühle mich hier zu Hause. Doch freue ich mich auch immer wieder mal in die Südstadt, ins belgische Viertel und nach Lindenthal zu fahren.

8.Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Der Verkehr, die Politik, die Demos und der Zerfall der Stadtteile. Langsam sollte Köln einmal wach werden, damit wir alle nicht das verlieren, was wir so lieben - UNSER KÖLN.

9.Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Puh gute Frage …. Ich glaube den Woelki, super gerne hätte ich Adenauer einmal kennengelernt und richtig gerne würde ich mich einmal mit Anthony Modeste und Timo Horn unterhalten. Damit der eine zurückkommt und der andere bleibt. Aber ganz ehrlich sind mir Promis eigentlich egal, viel lieber treffe ich Menschen, die etwas bewegen und für etwas einstehen.

10.Wenn Du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Mein Büro. Ich würde meinen Posten räumen und in Ruhe meine Kisten packen….

11.Was ist für Dich das kölsche Jeföhl?

Dieses Kribbeln im Bauch, was man immer wieder hat, wenn man nach Hause kommt und die Domspitzen sieht.

Kölschgänger bedankt sich bei Ute Schmidt für das Interview.

Kölner StadtteilLiebe im Netz:

Homepage: www.koelner-stadtteilliebe.de
Facebook: https://www.facebook.com/koelnerstadtteilliebe/

Heute: Dräcksäck

Dräcksäck - Alles kann, nix muss!
Kölsch vom Fass kombiniert mit einem Schuss koffeinhaltiger Limonade, oder fünf Jungs vun dä Schäl Sick un us däm Kölner Ömland - beides sind Dräcksäck!
Frisch, frech und met janz vill Hätz: Eingängige Texte und Ohrwurm-Melodien, zeichnen die kölsche Rockmusik der Dräcksäck aus. 
Seit der Neuformierung im Frühjar 2017, bei welcher sich die heutige Formation gefunden hat, sind sie mit großer musikalischer Erfahrung und noch viel mehr Spaß, auf den karnevalistischen Bühnen zuhause.
Heute beantworten Dräcksäck unsere 11 Fragen. Und nicht nur das, sie haben sogar einige sehr spannende Ideen. Lest selbst.....

1. Was verbindet euch mit Köln?

Der Karneval, die kölsche Art, die Menschen - Heimat!

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Früher waren wir natürlich immer selber „op Jöck“ … heute unterhalten wir die Feiernden von der Bühne aus!!!

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln?.

Da wir uns das nicht vorstellen können, haben wir uns darüber noch keine Gedanken gemacht. Spontan würden wir sagen … Nirgendwo!

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?.

Die Altstadt, das Agnesviertel, Porz und generell die Rheinpromenade … Rückzugsorte eher weniger, wenn wir in Köln unterwegs sind, dann wollen wir gerne unter den Menschen sein und den Charme der Stadt genießen! Ach unser Proberaum in Porz! ?

5. Eure Lieblingslokalität?.

Gaffel am Dom und natürlich - Lommi ? …

6. Was fehlt euch in Köln?

Parkplätze! Die U-Bahn und Straßenbahnverbindungen sind in Kölle leider nicht die besten. Aber naja wie sagt man so schön? Et es wie et es!

7. Euer Lieblingsveedel?.
Kein bestimmtes - Jedes Veedel hat seine Vorzüge

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?.

Definitiv der Verkehr! Es ist mitunter unerträglich, am Nachmittag irgendwo hinzukommen. Die ganzen Baustellen, die tausenden LKW´s auf den Autobahnen rund um Köln. Es ist echt zum verrückt werden. Hier muss in naher Zukunft was geschehen!

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen?.

Willy Millowitsch – Das wäre was gewesen! Der echte Kölsche Jung! Wir sind leider nie dazu gekommen! Das war noch vor unserer karnevalistischen Zeit, leider!

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?.

Fahrverbot für alle PKW & LKW in der Stadt! Oder besser an einem geraden Datum dürfen nur PKW & LKW mit geraden Nummerschildern in die Stadt und an ungeraden umgekehrt! Rettungsfahrzeuge, Busse und Taxis dürfen immer fahren! Defintiv ein Verbot für rechte Parteien! Die haben in unserer weltoffenen und toleranten Stadt nichts zu suchen! Eine Open Air Benefizveranstaltung für Leute, denen es nicht so gut geht, bei der allerdings jeder willkommen ist! Das auch diese Leute mal in Kölle einen Tag feiern können, ohne sich Gedanken über den Alltag zu machen! Alles natürlich kostenlos. ?

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?.

Das kölsche Jeföhl bedeutet - Verbundenheit, Offenheit, Geborgenheit und Heiterkeit! Denn all das ist Kölle! Auf der ganzen Welt sind die Rheinländer dafür bekannt und das macht uns unwahrscheinlich stolz auf das alles hier!

 

Heute: Drei Ahle un 'ne Zivi

Mir singe Kölsch, mir drinke Kölsch, mir sinn Kölsch !

Eigentlich ist damit alles gesagt, oder wie der Blötschkopp sagen würde "Die Stimmung hat ihren Höhepunkt erreicht, das kann ich nicht mehr toppen, tschüss zesamme".

Mir singe Kölsch, mir drinke Kölsch, mir sinn Kölsch !

Dafür stehen die Jungs, kölsche Musik. Sie spielen Songs von den Fööss, Höhner, Tommy Engel, Köster und Hocker, Bap und natürlich auch eigene. Und die sind richtig schön, mit Seele, genau genommen kölscher Seele. Mit Herz, gerne ruhiger ohne großen Aufwand, jederzeit überall spielbar, kneipenfähig.

Das ist in meinen Augen auch die beste Umgebung für ihre Art, die Songs zu interpretieren. Gemütlich, ein Kölsch in der Hand, alles andere ausgeblendet, einfach mit Freunden (denn so kommen sie rüber) eine schöne Zeit haben.

Kölsche Lieder, ohne großen Aufwand in ner Kneip zo spille, das war ihre Idee und damit haben sie auch Erfolg und sichtlich Spaß. Dieses Jahr holten sich die Jungs so ganz nebenbei den Titel "SIEGER 2017 "KÖLSCHE BÄND KONTEST".

Es gab also viele Gründe für Kölschgänger der Band unsere 11 Fragen zu stellen und es hat sich gelohnt. Auch in den Antworten spiegelt sich die Mentalität der Band wieder. Viel Spaß jetzt mit den 11 Fragen.

1. Was verbindet Euch mit Köln ?

Basti: Ganz klar: dä Dom, dä EFFZEH, Famillich und Fründe...und natürlich unsere kölsche Musik!

2. Wie feiert ihr Karneval?

Tobi: Mit meinen Eltern hab ich früher immer 'Karnevalsflucht' betrieben. Seit ich selbst entscheiden kann, versuche ich den klassischen Karneval zu feiern; nicht das Ballermann-Ding. Da wo man noch Geduld hat, dem Redner oder den Bands auch mal zuzuhören. Gott sei Dank gibt es da noch genügend Angebote; wenn auch -leider- abnehmend.

3. Wo würdet ihr leben wollen, wenn nicht in Köln ?

Frank: Nächste Frage.

4. Was sind Eure Rückzugsorte ?

Logan: Abseits des Trubels gefällt mir ein entspanntes Feierabendbierchen auf der Rheinmauer auf der Schäl Sick am besten. Auch die Wälder rund um Köln sind gut, um den Kopf mal frei zu kriegen. 
Basti: ...und mein Balkon!

5. Eure Lieblingslokalität?

Frank: 'Die Kneipe mit Biss' oder das Piranha. Ist immer schwer, sich da festzulegen. Selbst als eingefleischter Kölner entdeckt man auf dem Weg zum Parkscheinautomat schnell mal eine neue Pinte, in der sich ein Besuch lohnen würde. 
Basti: Das 'Café Kram' in Deutz...gibt’s aber leider nicht mehr...

6. Was fehlt Euch in Köln ?

Logan: Die Meisterschale !

Micha: ...und uns kölsche Sprooch. Wird leider immer weniger.

7. Euer Lieblingsveedel ?

Frank: Kalk
Basti: Kalk
Tobi: Nippes
Micha: Ihrefeld
Logan: Südstadt

8. Was geht Euch in Köln auf die Nerven ?

Micha: Der Verkehr und die Parkplatznot. Ist eine Baustelle fertig, fängt die nächste an. Klar, das muss auch gemacht werden. Aber andere Städte lösen das irgendwie eleganter. Da bekommst Du als Autofahrer die Arbeiten teilweise gar nicht mit. 
Basti: Logan hat es vorhin schon gesagt: Dass wir die Meisterschale nicht haben.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne treffen ?

Frank: Wolfgang Niedecken. Ich bin seit etlichen Jahren BAP-Fan; eigentlich seit der 'Vun drinne noh drusse'. Kann mich heute noch dran erinnern, wie ich das Album damals auf Tape überspielt hat und es rauf-und runter im Auto gehört hab. Mit langen Haaren. Ein Mann, ein Auto. Dat wohr geil !
Tobi: Adenauer wäre auch eine interessante Persönlichkeit gewesen. Ihm verdanken wir bis heute unsere grüne Lunge in Köln. Dieser Weitblick ist beeindruckend.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern ?

Tobi: Sicherheit und Sauberkeit verbessern, mehr Parkplätze schaffen. 
Basti: Man muss ja als OB nicht immer was ändern. Es wäre auch erstrebenswer,t das zu halten, was man hat. Ich denke, alleine das sollte in den nächsten Jahren Aufgabe genug sein. Im ständigen Wandel, den wir haben, natürlich auch in Köln, müssen wir für uns Pänz die Startlöcher buddeln. Und das mit möglichst wenig Verzicht für alle. Das wäre meine Agenda als OB.

11. Was ist für Euch das kölsche Jeföhl ?

Micha: Wenn Du 'Heimweh noh Kölle' hörst und dazu an den Dom oder dein Veedel denkst. Da rollt auch schonmal gerne ein Tränchen...

Dankeschön an Drei Ahle un 'ne Zivi fürs Beantworten unserer Fragen.

Hier ihre nächsten Auftritte:

1. DEZEMBER 2017 "Advent neu erleben" in der ev. Kirche in Lohmar

2. DEZEMBER 2017 "Wohnzimmer Konzert 2017" bei Gäng Latäng ( Lieben Gruß von Kölschgänger an Gäng Lätäng an dieser Stelle)

Drei Ahle un 'ne Zivi im Netz:
https://www.facebook.com/dreiahle/
http://www.daunz.com

Heute: Alte Bekannte

Besuch doch mal ein paar Alte Bekannte!

Ab Januar 2018 könnt Ihr einen richtig schönen Abend verbringen und dabei alte Bekannte treffen! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die A-cappella-Band „Alte Bekannte“ präsentiert ab Januar 2018 bundesweit in atmosphärisch schönen Locations ihr Premierenprogramm sowie die erste CD. Drei der fünf Sänger des neuen Quintetts sind ehemalige Wise Guys, und in dieser Tradition wird die Musik der Alten Bekannten stehen: A-cappella-Pop vom Feinsten, vielschichtig, intelligent, eingängig, mit vielen neuen, spannenden Ideen. Dazu die Texte von Daniel „Dän“ Dickopf, dem für jede Lebenssituation ein den-Nagel-auf-den-Kopf-treffender Text einzufallen scheint. Lustig, nachdenklich, albern, sentimental, deutlich – wie das Leben selbst. Wer die Wise Guys vermisst, darf sich auf die Alten Bekannten freuen. Und wer eine neue, begeisternde und begeisterte (A-cappella-)Band sucht, erst recht!

So steht es auf der sehr gut gemachten Homepage der Band.

Und ja, ich vermisse die Wise Guys. Total. Das war eine klasse Band. Weil ich ein Kölner bin war lange mein Klingelton und bei jeder Fahrt mit der Bahn kommt mir der Satz "Thank you for travelling with Deutsche Bahn" in den Kopf, alle Fans der Wise Guys kennen diesen Satz.

Umso erfreuter bin ich das Dän und Mitstreiter mich jetzt wieder "versorgen". Ihr Titel "Stern aus Papier" ist jedenfalls erste Sahne und "Montagsallergie" triffts einfach. Deshalb habe ich mich auch entschlossen diesmal kein Bild zum Interview zu bringen sondern ihr neues Video beizufügen. 
Jetzt aber zum Interview mit Dän. Genießt es.

1. Was verbindet euch mit Köln?

Dän: Ich habe immer hier in Köln gelebt, und obwohl ich mich sehr gerne auch an anderen Orten dieser Welt aufhalte, kann ich mir nicht vorstellen, woanders zu leben.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr ihm zu entfliehen?

Dän: Für mich ist Karneval der Zeitraum zwischen Weiberfastnacht und der Nacht auf Aschermittwoch. Am 11.11. bin ich gewöhnlich noch nicht in Karnevalsstimmung. Aber an den sechs Tagen genieße ich es den Kneipenkarneval im Veedel sehr.

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln?

Dän: Wie gesagt, ich würde nicht woanders wohnen wollen. Aber falls doch, müsste es eher im Norden sein, am liebsten an der Nordsee.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Dän: Ja, jede Menge. Ich staune immer wieder darüber, was für tolle Ecken man im Grüngürtel immer wieder entdecken kann. Am Rhein in Rodenkirchen ist es wunderschön. Und es gibt natürlich auch viele Kneipen und Cafés, die ich sehr mag.

5. Eure Lieblingslokalität?

Dän: Der P-Hof in Klettenberg.

6. Was fehlt euch in Köln?

Dän: Mir fehlen ältere Gebäude. Vieles musste nach dem Krieg so hastig wieder aufgebaut werden, dass es leider auch dementsprechend aussieht.

7. Euer Lieblingsveedel?

Dän: Sülz, Südstadt, Kwartier Latäng.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Dän: Manchmal geht der Lokalpatriotismus sogar mir etwas zu weit. Wenn ich zum siebzigsten Mal in einem Lied höre, Köln sei die schönste Stadt der Welt, dann stimmt es immer noch nicht.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen?

Dän: Peter Stöger.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Dän: Das, was offenbar nicht so leicht zu ändern ist, sonst hätte es Frau Reker sicherlich längst getan: Die Umgebung von Hauptbahnhof und Dom sicherer, heller, freundlicher, sauberer und schöner machen (auch wenn es ja schon erste Verbesserungen gibt). Und ich würde dafür sorgen wollen, dass Flüchtlinge gut aufgenommen und integriert werden.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Dän: Wenn am Karneval alle zusammen singen. Und bei der FC-Hymne im Stadion.

Kölschgänger bedankt sich bei Dän fürs beantworten unserer Fragen.


Heute: Lupo

Ja, wir haben sie für unser Interview bekommen. Lupo, eine junge kölsche Band, die schon einiges gerockt hat in unserer Stadt und deren Auftritte vom “Spaß an d'r Freud” geprägt sind. Hier wird nicht ein Programm in 08/15-Manier runtergespult, sondern der Kontakt zum Publikum gesucht. Spaß haben und musikalisch überzeugen, dafür legen sich Yannick, Pedro, Alexander, Benjamin und Andreas richtig ins Zeug. 
Als eingeschworenes Team kommen sie daher, kölsche Tön sind ihr Ding, damit fing als Schulband alles an und die logische Konsequenz daraus war 2011 das Entstehen von Lupo.

2014 kam “Mer han et em Bloot”, ihre erste CD, und bereits 2015 das Album “Jespenster”. Die gleichnamige Single ging ab und auch “Schöne Frau” war absolut gelungen. Schaut euch mal das Musikvideo an,herrlich.

Seit ein paar Tagen haben sie ihre neue Single “För de Liebe nit” am Start und das verspricht ein guter Einstieg in eine geile Session zu werden.

So, dann legen wir mal los! Hier ist das Kölschgänger Interview.

1.Was verbindet euch mit Köln?

Köln ist schlichtweg unsere Heimat. Wir sind alle in Köln groß geworden und hier zur Schule gegangen. Wir haben größtenteils unsere Familien und Freunde in Köln und das ist ja das, was Heimat ausmacht! Außerdem verbinden wir mit Köln natürlich unheimlich viele Erinnerungen. Alles, was einen in der Kindheit und Jugend prägt, haben wir hier erlebt. Vom ersten Tor in der Fußballmannschaft, über den ersten Kuss bis hin zu den Erlebnissen, die wir als Band in Köln genießen durften. Im Grunde gibt es für uns kaum einen Ort in dieser Stadt, mit dem wir nicht eine bestimmte Erinnerung verbinden.

2.Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Wir feiern super gerne Karneval! Sowohl in der Kneipe, als auch im Saal. Früher haben wir das auch sehr häufig gemacht, heute ist leider in der Session kaum Zeit mehr dafür da. Aber wir sehen die Auftritte als Karneval feiern. Nur eben von der anderen Seite. Und das ein oder andere Feierabend-Kölsch in der Kneipe lassen wir uns dann auch nicht nehmen.

3.Wo würdet ihr Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Das ist für jeden in der Band unterschiedlich. Andis Familie stammt ja aus Brasilien und meine (Pedro) aus Portugal, daher würden wir dann vermutlich zu unseren Wurzeln zurückkehren. Andis Traum ist eine Ranch im Süden Brasiliens mit Rinderzucht und Weinanbau, Alex würde irgendwo ins Grüne ziehen, Benni an einen Ort gehen, wo er mit John Lennon und Freddy Mercury Songs schreiben könnte und Yannick kriegste he nit fott .

4.Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Als Band ist einer unserer Lieblingsplätze das Brauhaus Sion in der Altstadt, da dort mit den ersten Auftritten im Karneval mehr oder weniger alles begann. Also wenn es mal was zu besprechen gibt, oder wir einfach nur gemütlich ein Kölsch trinken wollen, findet man uns im Sion. Ansonsten suchen wir uns Orte, an denen es etwas ruhiger ist und vor allem wo man eine Runde Fußball kicken kann!

5.Eure Lieblingslokalität?

Schwierige Frage... aber vermutlich gewinnt der Tanzbrunnen. Da hatten wir sowohl Open Air, als auch im Saal schon einige geile Auftritte mit super Stimmung. Ansonsten gibt's aber auch den ein oder anderen Pfarrsaal, der uns jedes Jahr auf's Neue viel Freude bereitet.

6.Was fehlt euch in Köln?

Sonnenstunden!

7.Euer Lieblingsveedel?

Auch das ist bandintern unterschiedlich. Aber Nippes steht momentan hoch im Kurs, weil dort unser Schlagzeuger wohnt und der macht den besten Kaffee!

8.Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Am meisten der Verkehr... Wir sind ja häufig mit dem Auto unterwegs und da nervt vor allem natürlich der klassische Feierabendverkehr.

9.Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen?

LUKAS PODOLSKI!

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Freibier für alle

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Das Kölsche Jeföhl ist neben der Verbundenheit zur Heimat für uns vor allem ein Gemeinschaftsgefühl. Denn selbst fernab von Kölle können sich Kölsche schunkelnd und singend in den Armen liegen und dann fühlt es sich eben an wie zu Hause.

Kölschgänger bedankt sich bei Lupo und wünscht euch allen viel Spaß und eine klasse Session.
Lupo im Netz:
Homepage: www.lupo.koeln;
Facebook: www.facebook.com/lupo.koelle

Heute: Gäng Latäng

Wenn ihr eine Band sucht, die leise und gefühlvolle Songs auf eine ganz eigene Art rüber bringt,dann seid ihr jetzt fündig geworden. Silke Wünsch und ihre Band haben genau das drauf. Und wie. Gefühlvoll, mit dem nach eigenen Angaben leisesten Drummer der Welt, sorgen sie für eine wunderschöne Stimmung bei ihren Auftritten. Ihre Musik ist nicht einfach in eine der gängigen musikalischen Schubladen zu stecken, keine Musik die ich nebenher höre. Hier bin ich still, höre zu, lasse mich mitnehmen auf eine gefühlvolle Reise durch verschiedene Stilarten die bei Gäng Latäng zu einem ganz eigenen Stil werden. Die Band aus dem Kwartier Latäng geht eigene frische Wege, leise Wege.

Ihre Songs erzählen kleine Geschichten aus dem Leben, aus ihrem Veedel mit seinen Hinterhöfen und seinem Karneval, von faulen Sofapupsern und wilden E-Bike-Opas, vom kleinen roten Dom auf Reisen, und natürlich ganz viel von Köln.
Noch sind sie relativ unbekannt, aber es steckt viel Potential in der Band. Wir werden noch einiges von ihnen hören, da bin ich mir sicher. Und so war klar, dass auch ihre Antworten auf die Kölschgänger-Fragen eine ganz eigene Note haben.

1. Was verbindet euch mit Köln?

Für Nina und Silke ist es definitiv Heimat, Hans hat hier studiert und seine ersten Kinder bekommen. (nein, nicht er selbst, ach, ihr wisst schon). In Köln leben viele Freunde von uns allen und ganz allgemein verbindet uns die Begeisterung der Kölner fürs Feiern und Musik und für ihre Stadt. Und unsere Musik verbindet uns auch mit Köln, schließlich singen wir ja auch über die Stadt.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Da sind wir unterschiedlich. Silke feiert ab dem 11.11. und nimmt alles mit, was vor dem Straßenkarneval schon läuft. Seit zwei Jahren ist sie beim Loss mer Singe op Jöck-Team und tourt durch die Kölner Vororte, die kennt als erste von uns die ganzen neuen Lieder. Und Karneval selber ist sie jeden Tag dabei und legt im ABS auf. Da feiert Nina auch gerne, weil dort kölsche Musik garantiert ist, allerdings legt sie zwischendurch Ruhetage ein. Unsere Frauen nehmen auch ihre Verkleidungen sehr ernst. Da gibt es keine halben Sachen. Klaus macht Karnevalsmusik (da kriegt er dann frei bei uns . Hans mag es lieber etwas kleiner und Markus guckt aus der Ferne zu.

3. Wo würdet ihr leben wollen, wenn nicht in Köln?.

Diese Frage stellt sich uns nicht wirklich. Die Jungs leben ja nicht in Köln. Und wenn die Damen woanders hingehen würden, dann vielleicht nach Südfrankreich (Silke) oder nach Brighton in Südengland (Nina). Im Grunde aber am besten nicht zu weit weg, dann ist man schneller wieder da.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Unser Hinterhof natürlich, das Gäng Latäng Basecamp im Kwartier Latäng. Das ist nicht nur unser Proberaum, sondern auch Silkes Wohnung. Außerdem ist Silke sehr gerne am Kalscheurer Weiher mit diesem sensationellen Sonnenuntergang. Nina liebt ihre Südstadt-Altbauwohnung am Eierplätzchen und den Rheinauhafen um die Ecke. Die Poller Wiesen sind auch wunderbar, unsere Brücken auch... Eigentlich gibt es gar keinen absoluten Lieblingsplatz. In Köln findet man in jedem Veedel so einen Ort.

5. Eure Lieblingslokalität?

Jeder nur eine? Geht bei Silke nicht: Piranha im Kwartier, Oma Kleinmann im Kwartier, ABS in Sülz, Terrarium in der Südstadt usw usw
Markus: Wundertüte in Sülz
Nina: Café Nale in der Südstadt
Hans und Klaus finden sowas in jedem Veedel.
Und die ganze Gäng liebt das Sommerkino im Rheinauhafen

6. Was fehlt euch in Köln?

Radwege, Radwege und Radwege. Dienstags fehlen unseren Jungs definitiv Parkplätze im Kwartier. Außerdem könnten die Flächen in der Innenstadt viel mehr Grün vertragen.

7. Euer Lieblingsveedel?

Das Kwartier Latäng natürlich trotz der Feiermeile. Und die Südstadt, das sind einfach die Viertel, die Nina und Silke von klein auf kennen. Ein kleines bisschen noch Klettenberg, wie es früher mal war. Die Jungs können da nicht mitreden... ihre Veedel heißen Roetgen, Monheim und Eschweiler Wobei: der Hans steht auf Ehrenfeld, genau die Ecke Venloer/Gürtel.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Die schlechten Fahrradwege, die Geldmacherei an Karneval, Zugezogene, die Unverständnis für unser Kulturgut zeigen (siehe Sperrzeiten fürs Millowitsch-Theater wegen Beschwerden von Neulingen, die von irgendwo kommen, in die Innenstadt ziehen und sich dann über "Krach" beschweren), die Sauerei auf den Kölner Partymeilen an Karneval, absurd lange rote Ampelphasen, ewige Baustellen, Verkehrsstaus in und um Köln und manchmal so eine penetrante Kölschtümelei.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne treffen?

Öh. Hans hätte Lust Heinrich Böll zu treffen. Aber das geht ja nicht mehr. Naja, was heißt schon "Promi treffen"? Was hat man denn von einem Treffen mit einem Promi? Man selber vergisst es vielleicht nie, aber der "Promi" hat dich in dem Moment vergessen, wo du Tschö sagst. Silke würde gerne Wolfgang Niedecken oder Peter und Stefan Brings mal richtig kennenlernen, das sind für sie interessante Menschen und Musiker, die sie immerhin schon seit Jahrzehnten "kennt". Aber nur so ein "Meet & Greet" bringt einen da nicht viel weiter. Nina hat mal einen ganzen Tag lang mit Kasalla verbracht und abends mit denen auf der Bühne gestanden und gesungen. Deswegen sind sie jetzt keine Freunde geworden. Aber die Jungs grüßen sie, wenn sie sie sehen.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Allgemein: Mal wieder die Infrastruktur für Fahrradfahrer, die Stadt ist einfach viel zu fahrradunfreundlich, dafür, dass hier sehr viele Menschen radfahren und Köln eine Studentenstadt ist. Außerdem würde ich die oben genannte Begrünung der Stadt fördern. Aber für EINEN Tag? KVB umsonst und die ganze Stadt 24 Stunden autofrei.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Wenn egal auf welcher Veranstaltung plötzlich unerwartet kölsche Musik läuft und alle Kölner anfangen, laut mitzusingen und sich in den Armen liegen. Nina hatte so eine Situation einmal, als sie auf einer Party im CBE war. Da war 2000er Party und plötzlich gegen 3 Uhr nachts lief Kasalla mit Stadt met K, dann Cat Ballou mit Et jitt kei Wood und alle Kölner sangen mit. Die anderen standen etwas verwirrt daneben und wurden dann von den Kölnern in den Arm genommen. Da kommt schon richtig Heimatgefühl auf. Und irgendwie ist das kölsche Jeföhl doch auch immer ein bisschen "Drink doch ene met". Es gibt einfach keine andere Stadt, wo man mit Menschen so schnell ins Gespräch kommt - und nicht nur in der Kneipe.


Heute: Mo-Torres

 

Mo ist Kölner, wie man nur Kölner sein kann, mehr Lokalpatriotismus geht nicht." Liebe deine Stadt", "Effzeh International" oder" Jung us´m Veedel", das sind echte Knallersongs in unserer Stadt, die klare Kante zeigen und das Herz der Kölner erreichen.

Umso erfreuter waren wir, dass er sich die Zeit nahm, um Kölschgänger die schon fast traditionellen 11 Fragen zu beantworten. Und auch hier zeigt er klare Kante und "eiert" nicht um die Antworten herum.

Jetzt wollen wir euch aber nicht weiter auf die Folter spannen, hier sind Mo's Antworten für euch.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Die Liebe zum Verein, das gewisse Maß an Selbstverständnis, aber auch über sich selbst lachen zu können und die Weltoffenheit.

2. Wie feierst Du Karneval oder versuchst Du ihm zu entfliehen?

Am liebsten in den Kneipen meines Veedels, da dieser Karneval für mich dort einfach noch Tradition lebt und auch urige Lieder gespielt werden. Weiterhin ist es dort einfach gemütlicher und nicht so hektisch wie in der Innenstadt, die Menschen sind größtenteils Originale und man kann nebeneinander schunkeln, ohne dass der Nebenmann nur die "Oh-Oh-Ooooh"-Textzeilen beherrscht ?

3. Wo würdest Du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

In Andalusien, großartige Mentalität, noch großartigeres Wetter und Meer

4. Hast Du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Ich liebe den Stadtwald, als Rückzugsort dienen mir aber eher meine eigenen vier Wände ?

5. Deine Lieblingslokalität?

Essen: Mosaik Restaurant / Kebapland - beides in Ehrenfeld und beides legendär. 
Kneipen: Jussi in Bickendorf und das Hotzenplotz in Ehrenfeld.

6. Was fehlt Dir in Köln?

Die Meisterschale

7. Dein Lieblingsveedel?

Ihrefeld und Bickendorf

8. Was geht Dir in Köln auf die Nerven?

Der Verkehr und verlorene Heimspiele

9. Welchen Kölner Promi würdest Du gerne Treffen?

Günter Wallraff

10. Wenn Du einen Tag OB wärst, was würdest Du ändern?

Mehr Stadtgelder in Spielplätze und andere Einrichtungen für Kids fließen lassen.

11. Was ist für Dich das kölsche Jeföhl?

Nicht zu beschreiben

Danke schön an Mo-Torres fürs beantworten unserer Fragen.

Mo-Torres auf FB: https://www.facebook.com/motorresofficial/
Mo-Torres auf Insta: https://www.instagram.com/motorresofficial
Mo-Torres Webseite: www.mo-torres.de

Fotoquelle: @christopherconin

 

Heute: Projekt Ben

Projekt Ben ist eine seit 2013 bestehende Formation um den Gitarristen und Sänger Ben.

Bei allen Songs wandelt die Band auf dem musikalischen Pfad des lebensnahen deutsch-Pops. Sie beschäftigt sich mit den Fragen des Lebens und schafft es zielsicher, sich in ihren Liedern mit Themen ganzer Generationen auseinander zu setzen.
Egal ob in leisen akustischen Werken oder auch lauteren elektronischen Tönen schaffen es Projekt Ben in jedem Ton, jedem Beat und jeder Zeile die Zuhörer abzuholen und ermöglicht den Hörern, sich durch die Authentizität in ihren Texten wieder zu erkennen. 
Auch zwischen den Liedern zeichnen sich Projekt Ben durch kleine Anekdoten als hervorragende Liveband aus. Die Bandmitglieder, die alle untereinander befreundet sind, funktionieren auf der Bühne als gesamte Einheit. Das überträgt sich auf die Musik und so schaffen sie es durch eben diese Harmonie, dass die Besucher ihrer Konzerte loslassen und entschleunigen; ja sogar „mit ihnen fliegen“ können. So wundert es auch nicht, dass die herzlichen Jungs um die kölsche-Frontman-Frohnatur mit ihrer neuesten Single „Brüder“ auch ohne sich reimenden Kitsch wieder einmal einen angenehm familiären Ton anschlagen, der selbst Einzelkinder anspricht.

Hier jetzt aber die Antworten zu unseren 11 Fragen.

1. Was verbindet euch mit Köln?

Generell müssen wir erstmal sagen, dass wir alle nicht gebürtig aus Köln kommen. Ben ist in Dormagen geboren und in einem kleinen Dorf zwischen Wuppertal und Bochum aufgewachsen. Da aber der Großteil seiner Familie aus dem Rheinland kommt, schlägt sein Herz schon immer für Köln (er hat einige Ab- und Aufstiege des FCs miterlebt ). Deswegen war es für ihn nur logisch, selbst irgendwann hier zu leben. Christoph und Jochen kommen aus der Nähe von Euskirchen und somit spielt Köln auch eine sehr große Rolle. Felix dagegen ist aus Dortmund. Was Felix mit Köln verbindet ist Projekt Ben . Aber wir arbeiten täglich daran, ihn einzukölschen.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihm zu entfliehen?

Karneval gehört für uns dazu. Da wir allerdings alle schon unsere wilden Zeiten hinter uns haben, ist die Feierfrequenz etwas gesunken. Allerdings ist mindestens einmal im Jahr Pappnasenpflicht.

3. Wo würdet ihr Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Wir sind alle schon recht glücklich mit unserem Leben. Aber wenn wir müssten, dann dahin, wo es auch Wasser gibt. Das Wasser im Meer ist ja manchmal auch joot.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Mit einem Kölsch am Rhein zu sitzen ist die beste Entspannung.

5. Eure Lieblingslokalität ?

Das Essen auf der Keupstrasse ist einfach unschlagbar. Für die klassische kölsche Küche zieht es uns dann eher in die Altstadt, wo wir uns nach dem Essen noch gerne im Papa Joe´s gute Musik anhören.

6. Was fehlt euch in Köln?

Wenn Köln am Meer liegen würde, hätten wir alles, was wir brauchen 

7. Euer Lieblingsveedel?

Mülheim

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Toleranz wird in Köln immer großgeschrieben. Leider gibt es immer noch Menschen, bei denen das noch nicht wirklich angekommen ist.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne treffen?

Wir würden gerne mal auf der FC Weihnachtsfeier spielen und mit Peter Stöger und Co das ein oder andere Kölsch trinken 

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Wir würden Projekt Ben und anderen unbekannten Künstlern die Chance geben, häufiger ihre Musik zu präsentieren.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Wenn das ganze Stadion die FC Hymne singt und sich später in den Armen liegt, egal, ob wir gewonnen oder verloren haben.

Das war unser Interview mit Projekt Ben. 
Hier gibt es mehr von Ben:
www.projekt-ben.de 
www.facebook.de/projektben

Heute: Sechs Kölsch

Die Band Sechs Kölsch ist angetreten, um Freude und gute Laune zu verbreiten, sie machen Musik "für de Kopp, für et Hätz und für de Fööss". Wer sie live erlebt spürt schnell das Spielfreude und Können bei Ihnen eine Symbiose eingehen.

Wir "brauen" nach dem kölschen Reinheitsgebot :
In unsere Musik kommt nur das Beste,
Stammwürze aus Rock und Pop, Walzer und Balladen,
abgeschmeckt mit kölscher Stimmung und viel Spaß.
Das alles natürlich ohne künstliche Zusatzstoffe wie Playback und Midifiles.
Wir spielen Live.
Denn "frisch gezapft" ist besser als "abgestanden" aus der Dose 

Ja, sie verstehen ihr Handwerk. Am besten überzeugt ihr euch selbst davon und macht euch eine Gute Zeit mit .....Sechs Kölsch.

1. Was verbindet euch mit Köln?

ALLES...vun Kopp bes Foos op Kölle enjestellt.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Auf den Bühnen unserer schönen Stadt.

3. Wo würdet ihr leben wollen, wenn nicht in Köln?

Dann würden wir Köln erfinden.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Agnesviertel und Severinsviertel , eben echt Kölsch.

5. Eure Lieblingslokalität?

Balthasar , Agnesviertel - Scheffge , Severinsviertel.

6. Was fehlt euch in Köln?

Manchmal etwas mehr Hang zur Realität statt Affenliebe.

7. Euer Lieblingsveedel?

Agnesviertel und Severinsviertel.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Manchmal die zu lässige Art der Mitmenschen.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne treffen?

Trude Herr , aber dafür ist es ja leider zu spät.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Denen, die auf der Straße leben, mehr Zuwendung schenken.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

Das Miteinander und die meist herzliche Art sowie der innere Zusammenhalt unserer Stadt.....und auch in der Not zusammen stehen...gerade aktuell bei unserem FC.

Vielen Dank an Sechs Kölsch fürs Beantworten unserer Fragen.

 

Heute: LAX

Im Spätsommer 2015 als Band gestartet, machen sie sich mehr und mehr einen Namen in Köln und der Region. Sie sind anders, Pfundskerle mit Ecken und Kanten und überhaupt nicht „aalglatt“. Die große Freude und jede Menge Herzblut spürt man in jedem Ton und in jedem Wort.

Gegründet wurde diese Combo im wahrsten Sinne des Wortes von einer Familie, denn mit Jörg, Tom und Dan spielen drei Brüder in dieser Band. Komplettiert durch ihre besten Freunde Lukas, Philipp und Chris entstand so die Band LAX. Menschlich und musikalisch ein familiäres Freundesgespann, das sein Publikum von den Stühlen reißt und begeistert. Harmonie pur – auf allen Ebenen. Die Musiker präsentieren kölsche Musik, wie es sie noch nicht gegeben hat. Melancholie mit Tiefgang, einem besonderen Heimatgefühl und mit Liebe zum Detail. Hier schlägt das kölsche Herz im Takt, meist rockig laut, aber auch emotional und leise. So verwandeln sie jeden Saal in einen Hexenkessel, kommen aber gleichzeitig so vertraut daher, wie die Umarmung eines geliebten Menschen – die totale EskaLAXion eben.

Wenn LAX in einer Location auftreten, erdiger Sound durch den Laden wummert und es in dem Laden so heiß wird, dass Wassertropfen die Scheiben herunterlaufen, das Kölsch fließt, dann sind die Jungs in ihrem Element. Immer ganz nah bei den Zuschauern, immer authentisch.

Wer einen richtig schönen Abend mit guter Musik und Atmosphäre erleben möchte, der MUSS bei einem ihrer nächsten Konzerte dabei sein. Von uns eine klare Empfehlung.

Jetzt aber zum Interview.

1. Was verbindet euch mit Köln?.

Wir sind ja nicht nur eine Band, sondern auch zu 3/6 eine Familie, der Rest sind Freunde, mit denen wir unser ganzes Leben verbracht haben. Neben der Musik und der Kultur, die uns verbindet, ist natürlich auch der 1.FC Köln ganz oben mit dabei. Mindestens einer von uns ist immer im Stadion und so manch hitzige Debatte hat uns schon um diverse Probenstunden gebracht.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr, ihm zu entfliehen?

Die Zeiten, dass wir von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch durchfeiern, sind leider vorbei. Das packen wir und insbesondere unsere Leber nicht mehr. Außerdem ist das für eine Band wie die unsere natürlich auch die Hochsaison, was Auftritte angeht, daher stehen wir die meiste Zeit auf der Bühne oder feiern zusammen in der Familie.

3. Wo würdet ihr leben wollen, wenn nicht in Köln?

In Köln zu leben, ist schon eine schöne Sache, da fällt die Auswahl sicherlich schwer. Vielleicht irgendwo, wo es warm ist. Jamaika oder so 

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Das kommt ganz auf die Jahreszeit an. Das Open Air Kino am Rheinauhafen bei den Kranhäusern ist zum Beispiel ein toller Ort. Schöne Filme, Domblick, ein Kölsch dabei. Besser geht’s nicht. Ansonsten fühlen wir uns auch in den Brauhäusern ziemlich wohl, angeführt von unserem zweiten Wohnzimmer, dem Gaffel am Dom.

5. Eure Lieblingslokalität?

Siehe 4 – Gaffel am Dom.

6. Was fehlt euch in Köln?

Bezahlbarer Wohnraum.

7. Euer Lieblingsveedel?

Ehrenfeld.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Als kölsche Band hat man es nicht so leicht. Es gibt so viele Künstler in diesem Bereich, das ist unglaublich. Dementsprechend ist das Geklüngel und der Konkurrenzgedanke sehr groß. Das ist etwas, das uns nervt. Denn letztendlich wollen wir alle nur Musik machen und eine gute Zeit haben. Ein bisschen mehr „Zusammen“ und weniger „Gegeneinander“ würde der Branche sehr gut tun.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne treffen?

Millowitsch und Knef, doch leider ist das nicht mehr möglich. Unsere Idole Hans Süper und ein paar noch lebende Größen aus dem Milieu der 60er Jahre durften wir bereits kennenlernen. Wolfgang Niedecken wäre noch ein tolles Ding!

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?

Die Zerstörung des Künstlerveedels in Ehrenfeld verhindern und die dort vorgesehene Einrichtung woanders hinbauen. Außerdem vehement dafür kämpfen, dass der Wohnraum erweitert und etwas bezahlbarer wird. Die Frage ist aber, ob wir das überhaupt könnten in solch einem Fall.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?

In Köln ist man niemals allein. Es ist gefühlt die kleinste Großstadt der Welt und man trifft immer Leute, die man kennt. Ein Schmelztiegel gepaart mit alten Traditionen und das Mekka des Frohsinns. 
Enthusiasmus, Freude und Liebe für das Leben, mit all den Eigenarten, die der Kölner so mitbringt.

 

Heute: PALAVER

Seit März 2015 ist diese junge kölsche Band in um um Köln unterwegs und sorgt mit ihren Rock/Pop Songs für gute Stimmung. Gleich ihre erste Single "Op d´r Kopp" sorgte für Aufsehen und seit dem spielen sich die Jungs immer weiter in die kölschen Herzen. Zeit also mal abzuchecken was die Band so über Kölle denkt.

 

1. Was verbindet euch mit Köln?.

Basti: Wir sind in einem kleinen Veedel im Kölner Norden und im direkten Umland zu Köln aufgewachsen. Es ist einfach schön mitzuerleben, wie offen und tolerant die Menschen in Köln sind. Unsere Sprache ist einfach die schönste Sprache der Welt. Selbst schimpfen hört sich auf Kölsch charmant an. ?

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihr ihm zu entfliehen?

Basti: Früher ganz traditionell verkleidet mit Sessionseröffnung auf dem Heumarkt, Sitzungen und Strassenkarneval. Als Kind wollte ich immer Kinderprinz werden. Leider ist es nie dazu
gekommen. Heute feiern wir auch noch, aber eher auf der Bühne. Zu sehen, wie das Publikum zu deiner Musik mit dir feiert und singt, ist einfach fantastisch. Und wir freuen uns mit unserer Musik etwas zum Karneval beisteuern zu können.

 

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln?.

Basti: Definitiv nicht in Düsseldorf…nein Spaß. Da ich immer in Köln gelebt habe, ist es schwer zu sagen wo ich leben wollte. Ich denke ich hätte überall Heimweh nach Köln.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?.

Basti: Wir haben unseren Lieblingsplatz in unserem Lied „Kölsche Jeföhl“ etwas genauer beschrieben. Es ist einfach eine traumhafte Kulisse auf der Hohenzollernbrücke zu stehen, unter dir fließt der Rhein und seitlich der Dom. Dort kann man sehr gut abschalten und über Dinge, die einen beschäftigen, nachdenken.

 

5. Eure Lieblingslokalität?.

Basti: Da würde ich mal spontan das Haus Unkelbach sagen. Dort ist auch unser Bandname entstanden. Die Gutbürgerliche Küche und das Ambiente sind einfach empfehlenswert.

 

6. Was fehlt euch in Köln?.

Basti: Parkplätze!

 

7. Euer Lieblingsveedel?.

Basti: Esch/Auweiler. Da kennt noch jeder jeden. Und die gemeinnützigen Vereine tun viel dafür den Ort zu verschönern und sauber zu halten.

 

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?.

Basti: Eigentlich das, was jedem auf die Nerven geht. Die ganzen Baustellen und den daraus resultierenden Stau auf den Straßen. Die Busse und Bahnen können auch mal an ihrer Pünktlichkeit arbeiten. Der einzige Zug, der in Kölle pünktlich ist, bleibt der Rosenmontagszug – selbst bei Sturm ?

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen?.

Basti: Da gibt es zwei. Hans Süper und Tommy Engel. Das sind einfach echte Kölsche Originale, die wir schon in unserer Kindheit gerne gesehen und gehört haben.

 

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern?.

Basti: Ich glaube an einem Tag was zu verändern ist ziemlich schwierig und es wäre vermessen, zu behaupten auf Anhieb alles besser machen zu können, als die Leute, die sich jeden Tag mit der kölner Politik beschäftigen. Es gäbe aber sicher einen Tag kostenloses Eis für alle oder so.

 

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl?.

Basti: Es ist einfach ein Lebensgefühl was in einem drinsteckt. In unserem Lied „Kölsche Jeföhl“ sagen wir es. Man kann es schwer erklären, aber wir sind froh das es da ist ?

Vielen Dank an Basti fürs beantworten unserer Fragen.

Ihre Homepage: www.PalaverBand.de

Natürlich findet ihr die Band auch hier auf fb. Schaut doch mal rein und lasst ein like da.

Heute: Kölsch Royal

Okay!
Der Stadtteil Porz wird nicht gerade als das „Kölsch Royal“ von Köln angesehen, aber dies ist den Sieben der gleichnamigen Combo driss ejahl (wie der Kölner so sagt).
Sie machen Musik mit Herz und viel guter Laune. Hier kommt das Interview mit den Jecken von Kölsch Royal

1. Was verbindet euch mit Köln ?.

Köln ist für uns Heimat, Familie, Freunde und Kollegen. Aber selbstverständlich auch der Fastelovend und die Musik.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht ihm zu entfliehen ?.

Wir fliehen nicht, wir leben und lieben den Karneval vom 11.11. bis zum Aschermittwoch. Alle Bandmitglieder sind in verschiedenen Porzer Karnevalsgesellschaften beheimatet und wenn wir nicht auf den Bühnen unterwegs sind feiern wir, meist in unserem Veedel, mit Freunden und Familien die kölscheste aller Jahreszeiten. Traditionell ist für uns am Rosensonntag bis zum Abend auftrittsfrei, da wir mit vielen Tausend Jecken im Porzer Zoch durch die Straßen ziehen.

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln ?.

Auch wenn ein Leben außerhalb von Köln nur schwer vorstellbar ist, steht eines fest: Egal wo, nur nicht in Düsseldorf. Ansonsten trägt der Kölner seine Heimatstadt sowieso immer im Herzen mit sich.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt ?.

Der malerische Rheinbogen im Süden Kölns, die Zündorfer Groov, die Kölner Wachsfabrik

5. Eure Lieblingslokalität ?.

Grundsätzlich da, wo man ein gepflegtes, frisch gezaptes Kölsch unter netten Menschen trinken kann. Und unter all diesen Lokalitäten haben ganz leicht die Nase vorn: Die Groove-Bar in Wahn, das Makedonia im Porzer Zentrum und beim Pitter

6. Was fehlt euch in Köln ?.

Ein vernünftiges Verkehrskonzept, Trude Herr und die klassische Weedschaff op d´r Eck, die leider ausstirbt.

7. Euer Lieblingsveedel ?.

Das Veedel, welches uns alle verbindet, ist der rechtsrheinische Stadtteil Porz. Hier wohnen wir, hier sind wir (teils) geboren und groß geworden, kurz gesagt, hier haben wir unsere Wurzeln. Die der 1975 eingemeindeten Stadt oft, meist augenzwinkernd, nachgesagten Attribute wie provinziell, rebellisch oder einfach „anders“ sind für uns Ausdruck unseres eigenen Stolzes und unserer eigenen Geschichte. Und dennoch, mir sin waschechte Kölsche! Aus Porz!

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven ?.

Nichtkölner die meinen, uns unsere Stadt, die Menschen und unser Lebensgefühl madig machen zu müssen. Wir wissen selbst um unsere Stärken und Schwächen und können uns deshalb sowieso am besten selbst auf die Schüppe nehmen.

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen ?.

Tünnes un Schääl

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern ?.

Zurücktreten und Peter Stöger und Jörg Schmadtke das Amt zur Verfügung stellen. Was die beiden anpacken klappt einfach!

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl ?.

Jeck zo sin, es vun klein an in uns drin, denn jeck zo sin es kölsch
Jeck zo sin un em Hätze Sunnesching, denn jeck zo sin steck aan.

www.koelsch-royal.de

Heute:Steffi.

Steffi, 28 Jahre aus der Nähe von Elsdorf. Leidenschaftlicher Fan der kölschen Musik & macht gerne Fotos. Vor allem von Brings und den Domstürmern. Gründerin der Seiten "Mit Brings op Tour" (2013) und "Steffi op jöck" (2015). Immer unterwegs und wie ihr gleich im Interview lesen werdet trägt das Mädel Kölle tief im Herzen. Also ganz klar ein Fall für Kölschgänger um ihr 11 kölsche Fragen zu stellen.

1.Was verbindet dich mit Köln?.

So viel! In erster Linie würde ich allerdings sagen die Musik und das Heimatgefühl. Es ist immer wieder ein "nach Hause kommen", egal wo man herkommt.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst ihm zu entfliehen?.

Dem Karneval entfliehen? Niemals! Sobald die eine Session zu Ende ist, freue ich mich auf den 11.11. 
Bereits vor den Tagen zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch nehme ich so viele Sitzungen mit wie möglich, an den Tagen selbst bin ich natürlich auch jeden Tag "op jöck". Ich liebe Karnevalssitzungen, wobei mir eigentlich die Stehpartys besser gefallen, weil es mir immer zu schwer fällt zu sitzen. Ich liebe die kölsche Musik und da kann man
doch unmöglich sitzen bleiben oder? Ich jedenfalls nicht.

3.Wo würdest du Leben wenn nicht in Köln?.

Ich selbst wohne ja nicht direkt in Köln sondern in Elsdorf bei Bergheim. Das ist allerdings schon weit genug weg, hier fühle ich mich wohl aber weiter weg wohnen möchte ich nicht, ich könnte mir nicht vorstellen aus dem Rheinland wegzuziehen.

4.Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?.

Lieblingsplätze gibt es einige, ich mag zum Beispiel den Tanzbrunnen sehr gerne. Die Open Air Konzerte dort sind toll aber auch sonst ist es dort sehr schön. Ansonsten ist es am Rhein allgemein sehr schön.

5.Deine Lieblingslokalität?.

Das Piranha. Ich denke darüber muss man nicht viel sagen, das kennt doch eigentlich jeder oder? Eben die Kneipe mit "Biss", beim Lutz ist immer etwas los in entspannter Wohnzimmeratmosphäre. Klein aber mehr als fein. Jeder, der noch nicht da war, falls es das tatsächlich gibt, sollte mal auf ein Kölsch vorbeischauen.

6.Was fehlt dir in Köln?.

In Köln fehlt mir eigentlich gar nichts, ich denke es gibt alles was das Herz begehrt.

7Dein Lieblingsveedel?.

Mein Lieblingsveedel kann ich gar nicht genau benennen. Ich mag die Südstadt sehr gerne.

8.Was geht dir in Köln auf die Nerven?.

Auf die Nerven gehen mir in Köln wohl am meisten die vielen Baustellen, wie vermutlich den meisten Leuten auch. Die sind wirklich oft eine Zumutung.

9.Welchen Kölner Promi würdest du gerne Treffen?.

Ich muss ehrlich sagen, die meisten Kölner Promis, die ich gerne treffen würde oder mal treffen wollte, habe ich in der Tat schon irgendwie mal irgendwo getroffen. Poldi zum Beispiel schon vor Jahren, als er gerade groß rauskam beim FC, er ist ja ein Bergheimer Jung. Meine "Helden" sind die Jungs von Brings, natürlich habe ich auch sie schon seeeeeehr oft gesehen, aber wenn ich mir jemanden aussuchen dürfte für ein Treffen, wären es trotzdem immer Brings.

10.Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?.

Als Oberbürgermeisterin für einen Tag könnte man sicherlich nicht allzu viel bewirken, da wäre die Zeit sicher zu knapp, daher würde ich die Regel einführen, dass am 11.11. grundsätzlich alle Leute frei haben bei denen es machbar ist. Da hätte man dann auch immer etwas von.

11.Was ist für dich das kölsche Jeföhl?.

Das kölsche Jeföhl ist für jeden irgendwie anders, daher auch schwer zu beschreiben. "Jeder Jeck es anders" und wird so akzeptiert wie er ist und das ist auch gut so.

Das waren die 11 Fragen, heute mit Steffi. Schaut doch mal auf ihren wirklich schönen Seiten vorbei und wenn sie euch gefallen lasst ihr doch ein Like da.

Heute: Kölschraum 
Ihr Markenzeichen sind die musikalische Vielfalt und die Treue zur kölschen Mundart. Die 5 Musiler legen sich bewusst nicht auf einen Musikstil fest. Wie es sich gehört haben wir die Jungs befragt und sind gespannt auf die Antworten.

1. Was verbindet euch mit Köln?

Natürlich die MUSIK, die uns schon von klein auf begleitet und die MENSCHEN die hier wohnen, leben und lieben!

2. Wie feiert ihr Karneval oder versucht Ihr ihm zu entfliehen?

Flucht ist keine Option! Wir leben und lieben den Karneval. Wir wollen mittendrin sein und zusammen mit unserem Publikum unvergessliche Momente genießen! Da wir als Band auf den Bühnen Kölns und Umgebung unterwegs sind, bleibt verständlicherweise wenig Zeit selbst den Karneval zu feiern. Wenn wir es zeitlich aber hinbekommen, feiern wir sehr traditionell und zwar den "Fastelovend op d´r Eck". ?

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln?

Hürth, Frechen, Pulheim, Dormagen, Langenfeld, Bergisch Gladbach, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel, Wesseling, Brühl…
Hauptsache nicht zu weit weg vom Dom und dem "Fastelovend".

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Rückzugsort ist definitiv unser Proberaum im beschaulichen Fort XI in Köln Buchheim und unser Lieblingsplatz ist der Kölner Heumarkt am 11.11., wenn wir auf der Bühne und unzählige Jecke davor stehen. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich!

5. Eure Lieblingslokalität?

FRÜH „Em Veedel“ 
Urige Kneipe mit gutem Bier und gutem Essen. Die lange Theke im Schankraum lädt zum "Schwaade" ein

6. Was fehlt euch in Köln?

…vielleicht … -öhm- 
…oder aber, nein auch nicht
…also eigentlich ist hier alles was wir brauchen! ?

7. Euer Lieblingsveedel

"Vringsveedel", aber wir fühlen uns überall wohl…

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Verkehrsstau, niemals endende Baustellen (Oper, Rheinboulevard, etc…)

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen

Christoph Kuckelkorn (in seiner Funktion als Festkomiteepräsident)

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern

Wir würden uns für mehr Proberäume in Köln einsetzen. Viele Bands haben derzeit keine adäquate Probemöglichkeit. Viele alte Fabrik- oder Industriegebäude -die bisher als Proberäume genutzt wurden- werden zu Gunsten von Neubauten abgerissen. Bestehende Gebäude der Stadt –wie zum Beispiel auch das Fort XI- werden nicht gepflegt und können somit auch nur eingeschränkt von Bands genutzt werden. Wir sehen hier ganz klar die Stadt in der Pflicht auch für diesen kulturellen Zweig Gelder und Mitarbeiter bereit zu stellen!

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl

Das "kölsche Jeföhl" ist schwer zu beschreiben auch wenn das kölsche Grundgesetz schon einen kleinen Einblick bietet.
Für uns ist es der Zusammenhalt vieler Menschen für eine gute Sache. Und dieses "Jeföhl" geht weit über die Grenzen von Köln hinaus.

Das waren ihre 11 Fragen.

Ihr findet die Band unter: www.facebook.com/Koelschraum 
Und : www.koelschraum.de

 
 

Heute: Die Jungs kochen und backen (Sascha und Torsten Wett)

Die beiden sind Wahlkölner und kommen aus Konz bei Trier (Sascha) und aus dem Oberbergischen (Torsten) und leben schon seit vielen Jahren in der Domstadt. Sie sind seit 2012 verheiratet und betreiben gemeinsam ihren Foodblog „Die Jungs kochen und backen“. Dort stellen sie regelmäßig leckere Dinge vor, die den beiden am Herzen liegen, die ihre Familien schon immer zubereitet haben und sie auf Reisen kennen und lieben lernen konnten.
Und wer im Juni und Juli mit dem ICE durch die Republik reist, der kann im Bordbistro der Flotte ihrer Aktionsgericht probieren, das die beiden für die Deutsche Bahn kreiert haben. Klar kochen sie es nicht live, aber das Rezept stammt von ihnen.

1. Was verbindet euch mit Köln

Uns beide verbindet mit Köln, dass wir mit großen Erwartungen in die Domstadt gekommen und mit offenen Armen empfangen wurden. Hier haben wir uns kennen gelernt. Unsere Familien sind hier.
Und wie Kölle en jeföhl is, verbindet das uns am ehesten mit der Stadt.

2. Wie feiert ihr Karneval oder versuch ihm zu entfliehen

Wir feiern natürlich Karneval mit unseren Freunden. Nicht mehr ganz so exzessiv, wie noch vor Jahren. Wir brauchen dann meist 1 Tag Erholung zwischen den Tagen, an denen wir feiern gehen. Gestartet wird traditionell bei uns zu Hause zu einem Fasselovend-Frühstück mit vielen Freunden. Natürlich mit vielen leckeren Köstlichkeiten. Denn auch hier dreht sich alles ums Essen.
Da wir aber nicht die größten Karnevalisten sind, ist es eher eine schöne Zeit, die wir in Feierlaune mit unseren Freunden verbringen können.

3. Wo würdet ihr Leben wollen wenn nicht in Köln

Diese Frage ist für uns ganz einfach zu beantworten, denn da handelt es sich um Hamburg, sofern wir von anderen deutschen Städten ausgehen. Das ist definitiv unsere 1. Wahl nach Köln. Grund ist die Alster, die Nähe zum Meer und die unglaublich liebe Art der Hamburger.
Wenn wir international schauen, ist unsere erste Wahl ganz klar Barcelona. Schon immer Torsten’s Lieblingsstadt, ist sie aus unser beider Leben nicht mehr weg zu denken. Unsere gemeinsame Traumstadt in Katalonien.

4. Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt

Der Hauptrückzugsort in der Stadt ist auf jeden Fall unsere Traumwohnung, die wir vor dem Bau so mit bestimmen konnten und eingerichtet haben, wie sie für uns perfekt war.

5. Eure Lieblingslokalität

Unsere Lieblingslokalität ist definitiv klischeebehaftet und ist die Schaafenstraße mit der Hennes-Terrasse. Dort können wir entspannt, gemeinsam mit Freunden oder auch alleine, draußen ein Gläschen genießen.

6. Was fehlt euch in Köln

Auf jede Fall fehlen uns in Köln Plätze. Namentlich gibt es zwar so viele in Köln, aber am Ende handelt es sich immer nur noch um große Kreuzungen, die zu Verkehrsknotenpunkten verkommen sind. Hier würden wir uns einige wünschen, wie andere Städte das auch machen. Mit Gastronomie und viel Trubel an Menschen - nicht an Autos.

7. Euer Lieblingsveedel

Das ist tatsächlich unser eigenes kleines und noch neues Veedel. Das Quartier Colonia. Es existiert erst seit 6-7 Jahren und wir konnten es insofern mit gestalten, als dass wir im 4. Erbauten Haus im Areal leben und sogar die meisten der ersten Nachbarn in der Straße kennen. Sogar einen Verein, der auch den Namen „Quartier Colonia e.V.“ hat, haben wir mit begründet, der dem Veedel und dadurch den vielen neuen Mitbewohnern darin hilft, sich wohl zu fühlen und einen Anlaufpunkt zu bieten.

8. Was geht euch in Köln auf die Nerven

Das wird vermutlich jeder Kölner gleich beantworten: Baustellen!!!

9. Welchen Kölner Promi würdet ihr gerne Treffen

Es sind 2 und leider sind beide nicht mehr unter uns. Es ist Trude Herr und Dirk Bach, die beide für Köln stehen und hier unglaublich viel bewegt haben. Gerade auch für uns speziell Türen geöffnet haben. Daher hätten wir sie sehr gerne einmal getroffen.

10. Wenn ihr einen Tag OB wärt, was würdet ihr ändern

Wenn wir OB wären, würden wir sicherlich dafür sorgen, dass mit den großen und wichtigen Entscheidungen der Stadt anders umgegangen wird. Der Kölsche Klüngel ist ja mal ganz schön, aber großen Bauvorhaben und wichtigen Dingen, die die Stadt betreffen, muss er einfach mal außen vor gelassen werden, ohne Freunde, Gruppierungen und Kollegen zu bevorteilen, denn sonst sind wir irgendwann so weit, wie Berlin und das möchte ja keiner.

11. Was ist für euch das kölsche Jeföhl

Ist für uns beide ganz stark mit der Offenheit verbunden. Die Offenheit, mit der die Kölner auf Jedermann und Fremde zugehen. Man kommt immer ins Gespräch und lernt super schnell neue Leute kennen. Man fühlt sich in nur wenigen Städten so gut aufgehoben und willkommen wie hier. Und feiern können wir Kölner auch noch ;.).

Das waren die 11 Fragen an "Die Jungs kochen und backen".

Ihre Homepage : www. diejungskochenundbacken.de

Natürlich findet ihr die beiden auch auf fb und insta.

Mätes & Bätes

 

Heute: Mätes &Bätes – Das kölsche Brüder- Duo. Mit altbekannten kölschen Hits und eigenen Kompositionen die den Vergleich mit den "großen" nicht zu scheuen brauchen könnt ihr ein Akustik Duo erleben das ihr ihr garantiert nicht mehr vergessen werdet. Also musste Kölschgänger mal schauen wie die beiden so "ticken". 

 

Was verbindet euch mit Köln?

Einfach alles. Wir sind in Lindenthal geboren und in Weiden aufgewachsen. Hier sind  unsere Wurzeln. Unsere Familie lebt seit Generationen in Köln und unsere Freundeskreise sind über 30 Jahre lang gewachsen. Ansonsten eben die üblichen Dinge: der FC, der Karneval und natürlich die vielen kölschen Lieder, die wir als Mätes & Bätes den Menschen so gerne vorspielen.

 

Wie feiert ihr Karneval?

Früher haben wir während der Session viel gefeiert jeden Tag im Straßenkarneval mitgenommen. In den letzten Jahren ist das zwar etwas weniger geworden, wir feiern aber wieder richtig gerne und viel, seit wir Mitglied in einem jungen, alternativen Karnevalsverein, dem KG Tote Funken eV, sind. Da sind wir das ganze Jahr über karnevalistisch aktiv. An den jecken Tagen selber nehmen wir, wenn wir nicht selber spielen, natürlich vieles mit. Wir gehen beispielsweise auf die Loss mer singe-Party in den Balloni-Hallen in Ehrenfeld und beim Geisterzug mit. Karnevalssonntag hat in diesem Jahr unser Verein das erste Mal eine eigene Tote-Funken-Karnevalsparty im Low Budget an der Moltkestraße veranstaltet. Das war Kneipen-Karneval von seiner besten Seite! Wir durften dort auftreten und haben sogar spontan ein paar Songs mit Carolin Kebekus gespielt. Außer uns sind dort auch die fantastischen Rockemariechen, De Imis feat. Carolin Kebekus und Querbeat aufgetreten.

 

Wo würdet ihr leben wollen wenn nicht in Köln?

Bätes: Im unmittelbaren Kölner Umland, damit man ganz schnell in Köln sein kann.

Mätes: Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben. Aber wenn ich mir etwas vorstellen muss, dann wäre es wahrscheinlich in der totalen Einöde und mitten in der Natur.

 

Habt ihr Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Bätes: Für mich ist das der Stadtwald in Braunsfeld und Müngersdorf. Ich gehe gerne am Stadion um den Adenauer Weiher, den Tierpark, das Haus am See bis zum Geißbockheim spazieren oder laufen. Ich schaue auch schon mal beim FC-Training zu, wenn ich Zeit habe.

Mätes: Ich lebe mitten in Ehrenfeld und die Wohnung ist natürlich mein Rückzugsort Nummer 1 in der Stadt. Ehrenfeld hat so tolle Kneipen, Cafés, Restaurants und echte kleine Läden, in denen noch die Inhaber mitarbeiten. In diesem Schmelztiegel findet jeder einen, der seine Sprache spricht.

 

Lieblingslokalität?

Wir sind als Mätes & Bätes eng verbunden mit dem Wirtshaus Spitz von Stefan Funke im Agnesviertel. Das Essen da ist toll, der Service passt und das ganze Team ist jung und einfach super drauf. Wir haben da immer eine gute Zeit. Für uns machen die schönen Erinnerungen an unsere Entstehungsgeschichte das Wirtshaus Spitz zu einem ganz besonderen Ort. Stefan Funke war mit der Gaffel Brauerei der erste, der uns letztes Jahr nach unseren ersten beiden Test-Auftritten im Musketier und im Hemmer in Ehrenfeld im Blindflug für’s Spitz gebucht hat. Zufällig war auch der Fotograf André Rüssel dort. Er hatte seine Kamera im Gepäck und hat das Foto von uns gemacht, das auf unserer Website, der Facebook-Seite und auch auf dem Bierdeckel und dem Plakat drauf ist, das die Gaffel Brauerei für uns gestaltet hat.

Bätes geht sehr gerne auch ins "Ars Vivendi", dem Italiener seines Vertrauens bei ihm um die Ecke auf der Aachener Straße in Braunsfeld. Ihm geht nichts über ein leckeres Glas italienischen Wein und die hausgemachte Antipasti-Platte von Salvatore.

 

Was fehlt euch in Köln?

Eigentlich ist alles da, was wir brauchen. Strand und Meer wären noch okay.

 

Lieblingsveedel?

Bätes: Braunsfeld mit dem Stadtwald, den Restaurants, Bars und Kneipen. Außerdem Weiden, dem Veedel, in dem wir aufgewachsen sind und wo unsere Eltern und Großeltern noch heute leben.

Mätes: Meine Stationen waren bisher Weiden, Lindenthal und Ehrenfeld und an alle habe ich tolle Erinnerungen. Mein großes Glück habe ich aber in Ehrenfeld gefunden.

 

Was geht euch in Köln auf die Nerven?

Ganz ordentlich, dass es so wenig bezahlbaren Wohnraum gibt.

Außerdem die Dauerbaustellen, die jede Fahrt durch die Stadt zum Hindernis-Parcour im Schneckentempo machen.

 

Welchen kölschen Promi würdet ihr gerne mal treffen?

Da gibt es einige. Als große Fans natürlich die FC-Größen unserer Zeit wie zum Beispiel Lukas Podolski, Timo Horn, Jonas Hector, Peter Stöger oder Jörg Schmadtke.

 

Bätes: Ganz spannend fände ich es aber auch, einmal den Astronauten Alexander Gerst zu treffen.

Mätes: Ich habe im letzten Jahr ein Lied für das neueste Album der Bläck Fööss geschrieben. Es war mir eine wirklich große Ehre und es hat tierisch Spaß gemacht, an diesem Lied zusammen mit Erry Stoklosa von den Fööss zu feilen. Mit seiner Stimme in den Ohren bin ich aufgewachsen und der Wunsch, ihn zu treffen und mit ihm zusammengearbeitet zu haben, ist in Erfüllung gegangen. Außerdem würde ich wahnsinnig gerne Wolfgang Niedecken und Tommy Engel kennen lernen.

 

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?.

 

Wir würden dafür sorgen,  dass vor allem Bauarbeiten  in der Stadt und auf den Straßen immer schnell wieder abgeschlossen  sind.

 

11. Was ist für dich das Kölsche jeföhl?.

 

Genau das, was wir auf unseren Auftritten immer erleben.

 

Das waren die 11 Fragen an Mätes und Bätes.

Ihre Homepage : www.maetesundbaetes.de

 

Heute: Frank Justenhoven - Kreativkünstler und in zweiter Instanz Dombaumeister bei Dom & Dömsche.


So um 1650 kamen die Justenhoven,s aus Delft in das schöne Rheinland von weitem sahen Sie den noch nicht fertig gestellten Dom und dachten sich he blieve mer he es et schön. Viele Jahre gingen ins Land und man verdiente sich sein Geld mit der Rheinschiff - Fahrt.........Jahre später wurde dann Frank Justenhoven geboren.... ävver nit in Kölle de Mamm hät et nit mieh geschaff noh Kölle zu kumme somit wurde der Frank in Hürth geboren...... ansonsten wahrscheinlich Flur Jeburt.... Ävver nix desto Trotz han ich et Hätz op dem richtije Fleck.... un bin esu richtisch Köln verliebt.
Vor 6 Jahren bin ich durch einen Blödsinn zu Dom & Dömschen gekommen ich hatte etwas Holz übrig und hatte mir einen Bierdeckelhalter in Dom Form gebaut für unseren Wintergarten. Als Nächstes baute ich mir einen Käse Dom (Holzdom mit Löcher für Käsespieße) dieser war nach zwei Tagen verschenkt an eine Bekannte…… danach baute ich Bierdeckelhalter für unsre Stammkneipe aber ohne jegliche kommerzielle Absichten….. es kamen die ersten nachfragen wo man die Bierdeckelhalter denn erwerben könnte….. und so fing das Kapitel Dom und Dömsche an…. Mittlerweile findest du uns im Umland und auf den Kölner Straßenfesten mit unseren Dom Kreationen.

Das erlebt man, wenn man mit Frank zusammen kommt. Jeck durch und durch der Kerl. Wir sind trotzdem das Risiko eingegangen und haben versucht ein Interview zu führen.


1. Was verbindet dich mit Köln?.

Das Kölsche Lebensgefühl die Lockerheit , die Kölschen an sich, Vater Rhein und der Kölner Dom das alles zusammen das ist meine Vaterstadt.


2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du ihm zu entfliehen?.

Der Karneval an für sich hat sich leider sehr verändert das ganze wird immer kommerzieller früher hat das ganze irgendwie mehr Spaß gemacht. Am liebsten feiere ich den Straßen und den Kneipen Karneval…… am Sitzungs - Karneval nehme ich schon Jahre nicht mehr teil weil es einfach zu teuer geworden ist .


3. Wo würdest du leben wenn nicht in Köln?.  

Auf Mallorca meiner Lieblings Insel da kannst du wenn du möchtest in Ruhe Leben oder du genießt den Trubel an der Playa de Palma und dort triffst du immer wieder kölsche Freunde des weiteren brauche ich dort nicht auf mein geliebtes Kölsch zu verzichten.


4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte?.

Mein Lieblingsplatz ist mein Garten dort kann ich Kraft Tanken und die Seele baumeln lassen…. Ein weiterer Lieblingsplatz ist der Strand von Rodenkirchen Quasi die Playa von Köln dort kann ich auch Stundenlang entspannen wenn ich auf den Kribben Köpp sitze und dem Treiben auf dem Rhein zu sehen kann.


5. Deine Lieblingslokalität?.

Meine Lieblingskneipe ist das Päffgen auf der Friesenstr. Schlicht und ergreifend schön. Lecker Kölsch wenn du das trinkst meinst du ein Engelchen hät dir op de Zung gepisst und ein guter Krüstchen Gulasch ist auch nicht zu verachten . Dort kann man sich gehen lassen und die Stunden genießen Quasi zweites Wohnzimmer.


6. Was fehlt dir in Köln

Die Kölschen……. die werden leider immer weniger und in den Kölschen Vierteln findest du immer mehr Immis die die alteingesessenen Kölschen aus den Vierteln verdrängen weil sie die horrenden Mieten nicht mehr bezahlen können. Das fehlt mir………


7. Dein Lieblingsveedel?.

Ganz klar das Vringsveedel dort wird noch überwiegend Kölsch gesprochen und vor oder in den Kneipen wird die Kölsche Lebensart zelebriert….. dort bin ich Gerne und lausche den Gesprächen…… mitunter sind die schöner wie eine Büttenrede … halt alles aus dem Leben.


8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?.

Das ewige Demonstrieren Köln scheint die Hauptstadt der Demonstranten zu sein dat jeiht mir op de Nüss……


9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?.

Gerd Köster würde ich gerne mal treffen finde er ist ene Jung us em Leeve un ne Echte Kölsche suwiesu. Seine Kölschen Interpretationen aus dem Leben sind einfach nur Klasse. Wenn ich die Möglichkeit Hätte und die Zeit zurück drehen könnte würde ich noch gerne Karl Berbuer, Willy Ostermann, Willy Millowitsch, Trude Herr und Jupp Schmitz treffen….


10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?.

Da ist glaube ich ein Tag zu wenig……… die Überfremdung in manchen Stadtvierteln.


11. Was ist für dich das Kölsche jeföhl?.

Das Kölsche Gefühl ist für mich die Vielfalt der Kölschen Lieder die in allen Variationen unsere Vaterstadt besingen mal mit viel und manchmal mit weniger sinnigen Texten……. und einfach das Leben in so einer vielfältigen Stadt...Jeder Kölsche ist stolz auf seine Stadt.

 

Das waren die 11 Fragen an Frank Justenhoven.

Seine Web Präsenz www.domunddoemsche.de

Heute: Willi Mölders/Ne Spetzboov

 

 

Willi Mölders, alias Ne Spetzboov macht seit 40 Jahren Mundartmusik und den größten Teil dieser Zeit auf Kölsch. Er ist ein alter Hase im Geschäft, hatte große Erfolge und ist trotzdem der nette Jung geblieben den man immer ansprechen kann und der ein sehr enges Verhältnis zu seinen Fans pflegt. Ob als Pate für Künstler helfen Kindern oder mit Timo Schwarzendahl dem Frechdachs, Willi Mölders ist immer mitten drin. Grund genug ihn endlich mal zu treffen.

 

Was verbindet dich mit Köln?

 

Wie ich in der Anmoderation zum Titel: "Zo Fooss noh Kölle jon" von der Micky Brühl Band dem Publikum erzähle, war meine Oma ein echt kölsches Mädchen. Sie wurde im Vringsveedel geboren und hat mir die Liebe aber auch die Blauäugigkeit zu "meinem" Köln vererbt. Obwohl Dormagen-Hackenbroich und Köln ja nicht wirklich weit voneinander entfernt ist, hatte Oma immer Heimweh nach Kölle. Bis ins hohe Alter für sie mindestens alle vierzehn Tage einmal nach Köln. Zunächst mit dem Fahrrad nach Roggendorf zum Bahnhof und dann mit dem Zug in die City. Im Café Kranzler an der Oper, wurde ein Stück Kuchen gegessen und im Früh ein Kölsch getrunken. Nach einem Blick op d´r Ring un d´r Dom fuhr sie dann wieder nach Hause. Bei einem Besuch meiner Großeltern erzählte mir mein Großvater, der in Dormagen bekannt war, da er für einen kleinen Kostenbeitrag  Fahrräder reparierte, das die Oma bereits seit Tagen das Bett nicht mehr verlassen hätte. Darauf angesprochen, jammerte sie mir vor wie schlecht es ihr doch gehen würde. Ich drücke mein Bedauern aus und sagte ihr, dass ich, eigentlich mit dir nach Köln fahren wollte. So schnell hatte ich meine Oma noch nie gesehen. Sie flog förmlich ins Badezimmer und stand wenige Minuten später, im besten Sonntagskleid und auftoupierten Haaren, wie frisch vom Friseur, wieder vor mir und sagte: "Jung, ich bin fertig wir können fahren." Nach dem Motto: Wenn es nach Kölle geht bin ich nicht mehr krank und zur Not gehe ich zu Fuß nach Kölle.

 

Wie feierst du Karneval, oder versuchst du ihm zu entfliehen?

 

Fliehen? Um Gottes willen, das geht ja gar nicht. Ich mache jetzt seit fast 40 Jahren Mundartmusik und ein Großteil meiner Auftritte liegt in der Karnevalszeit. Ich liebe den Karneval in seiner ursprünglichen Art. Allerdings ohne die Auswüchse die wir inzwischen erleben müssen. Alkoholexzesse bei Kindern, alles nur laut und immer lauter. Ich liebe die kleinen Kneipensitzungen, die Flüstersitzungen oder Pfarrsitzungen. Übrigens, in der Zeit vom 11.11 bis Aschermittwoch ist dann logischerweise auch für meine Crew Urlaubstop. Danach ist erst mal Regeneration angesagt. Dann kommen die Erkältungen raus, welche man in der Session mit diversen Mitteln unterdrückt hat. Zeit selber zu feiern bleibt leider selten. Sonntagmorgen Nacht ist dann meist der letzte Ton gesungen und Rosenmontag schaue ich mir den Rosenmontagszug auf dem Sofa an.

 

Wo würdest du Leben wollen wenn nicht in Köln?

 

Gute Frage, es gibt zwei Orte. Auf der Insel Föhr. So abgeschieden und ruhig, da kann man schön die Seele baumeln lassen und das Klima ist gut für meine Bronchien. Alternativ, mit der Voraussetzung eines großen Lottogewinn, auf einer Finca auf Mallorca. Dort mit eigenem Tonstudio, den ganzen Tag Musik machen, immer wieder mit nette Kollegen und Freunden musizieren und produzieren, das wäre ein Traum.

 

Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte?

 

Ja, einfach auf der Rheinpromenade sitzen und den Schiffen zu schauen. Gerne auf der "Schäl Sick", mit Blick auf die Altstadt und den Dom. Dann natürlich mein Wohnzimmer in Köln, das Balthasar auf der Neusser Str. im Agnesveedel. (Zwinker)

 

Deine Lieblingslokalität? Hat sich gerade schon erledigt.

 

Zu erwähnen wäre höchstens noch das man da unglaublich gut Essen kann. Aber das verraten wir nicht, sonst ist es da noch voller.

 

Was fehlt dir in Köln?

 

Ich bin so verdötscht auf Kölle das mir hier nichts fehlt.

 

Dein Lieblingsveedel?

 

Eigentlich das Vringsveedel weil die Oma da geboren ist aber inzwischen bin ich im Agnesveedel zu Hause. Aber nicht nur wegen dem Balthasar, sondern weil ich dort viele tolle, interessante und nette Menschen kennengelernt habe.

 

Was geht dir in Köln auf die Nerven?

 

Die maroden Brücken und die daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen.

 

Welchen Kölner Promi würdest du gerne mal treffen?

 

Der eine ist leider Tod. Willi Millowitsch, habe ihn einmal kurz kennenlernen dürfen. Der zweite ist Hans Süper, mit ihm verbindet mich etwas Besonderes, da er damals er Sprecher der Jury war, als wir mit Zaperlot im Finale der närrischen Hitparade waren. Mit Ihm habe ich sehr nette Gespräche geführt. Ein besonderes High Light war unser letztes Aufeinandertreffen bei einer Gala im Sartory. In diesem Gespräch sagte er, dass er es schön findet das ich wieder Musik mache. Das hat mich sehr berührt.

 

Wenn du einen Tag OB warst, was würdest du ändern?

 

Das die vielen kleinen sozialen Einrichtungen in Köln mehr Unterstützung erhalten. Wie bei der Aktion Künstler helfen Kindern. Dort engagieren sich zum Glück viele Menschen, um dem Elternhaus der Uniklinik Köln und den dort auf Zeit lebenden Eltern von an krebserkrankten Kindern die Möglichkeit zu geben, während der Therapie nah bei ihrem Kind zu sein. Ihnen ein Zuhause auf Zeit zu bieten. Es kann doch nicht sein, dass die notwendigen Gelder nur durch Spenden aufgebracht werden müssen.

 

Was ist für dich das kölsche Jeföhl?

 

Egal von wo ich komme, von welcher Autobahn, aus welcher Himmelsrichtung, wenn ich die Domspitzen sehe weiß ich, ich bin Zuhause.

 

Das waren die 11 Fragen an den Spetzboov.

 

Seine aktuelle CD "Mach de Musik noch ens ahn" ist überall im Handel erhältlich.

   Heute "Die Eisdielerin"

 

 Miki, "Die Eisdielerin" aus Ehrenfeld stand uns für 11 Fragen zur Verfügung. In ihrem Laden auf der oft hektischen Venloer Straße hat sie einen hübschen kleinen Rückzugsort geschaffen, wo neben außergewöhnlichen Eissorten? auch viele andere Leckereien angeboten werden. Probiert mal die Staffel-Waffel, ein Genuss sage ich nur. Überhaupt merkte ich schnell das hier ein kreativer Mensch "am Werk" ist, also beste Voraussetzungen für interessante Antworten. Und ich wurde nicht enttäuscht.  

 

Was verbindet dich mit Köln?

Das Klima, dann das kulturelle Angebot. Köln ist Großstadt aber ich kann hier alles mit dem Fahrrad machen und verzichte auf das Auto, natürlich die vielen Menschen die ich hier kennengelernt habe. Ich mag Köln schon sehr gern.

Feierst du Karneval?

 

Karneval mache ich den Laden zu. Ich möchte auch meinen Mitarbeiterinnen den Spaß gönnen. Deswegen heißt es dann gemeinsam op jöck.

 

Wo würdest du Leben wollen wenn nicht in Köln?

Leipzig wäre die einzige Stadt, weil da zwei sehr gute Freundinnen von mir leben und weil es in Leipzig noch so viele Möglichkeiten gibt sich kreativ auszuleben, aber ich will natürlich gar nicht weg aus Köln.

 

Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte?

Ja, die Parkanlagen hier in Köln auf jeden Fall. Der ganze Grüngürtel. Unterm Colonius  ist es immer sehr schön. Ich nehme mir gerne eine Decke und sitze da mit Freunden, trinke dann gemütlich Wein oder ein Bierchen. Der Hof hier im Laden, hier sitze ich auch gerne.

 

Deine Lieblingslokalität?

Lieblingsladen kann ich gar nicht so sagen da ich sehr Gastro affin bin. Zum Essen bin ich gerne in der Bar Celentano das ist eigentlich mein Stammitaliener, da bin ich schon sehr gerne.

 

Was fehlt dir in Köln?

Das Meer. ( Miki kommt aus Lübeck)

 

Dein Lieblingsveedel?

Ehrenfeld, ja, das kann man sagen, ist schon mein Veedel.

 

Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Das die Fahrradwege hier leider nicht so gut ausgebaut sind. Überhaupt ist Köln keine fahrradfreundliche Stadt, es gibt viel zu viele Unfälle.

 

Welchen Kölner "Promi" würdest du gerne mal treffen?.

Oh, kann ich eigentlich gar nicht so sagen. Ich bin nicht so Promiaffin, ich erkenne auch einige Leute auf der Straße nicht. Habe ich echt keinen. Ich behandle jeden Menschen gleich also ist es mir egal ob einer bekannter ist oder nicht.

 

Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Ist mir zu politisch, kann ich so auf die schnelle jetzt gar nicht sagen. Evtl. würde ich die Fahrradwege mal in Angriff nehmen.

 

Was ist für dich das "Kölsche Jeföhl?.

Ich bin ja ein Imi, dadurch das ich aus Norddeutschland komme finde ich schon das Gemeinschaftsgefühl hier sehr gut und das man direkt eingebunden wird in die Kultur und in die Szene. Man kann hier sehr schnell Kontakte knüpfen, das habe ich gemerkt als ich hier hergezogen bin. Das ist ein krasser Unterschied. Das fand ich sehr positiv.

 

Adresse: Venloer Str. 402, 50825 Köln

Heute: Rotznas, der Kölsche Liedermacher.

Eigentlich heißt er Jens Büttemeyer. Wir trafen uns bei schönstem Wetter im Stammheimer Schlosspark. Jens hatte seine Gitarre dabei, beste Laune und den Schalk im Nacken. So entstand eine lockere Atmosphäre und es wurde viel herumgealbert und gelacht. Er strahlte einfach pure Lebensfreude aus und zeigte sich äußerst kreativ, wie man im Grußvideo an die Fans ja bereits sehen und vor allem hören konnte. Irgendwie haben wir es aber doch geschafft die 11 Fragen „abzuarbeiten“.

Was verbindet dich mit Köln?

Ich bin hier geboren, aufgewachsen und lebe gerne hier in der Stadt, da ist eine ganz enge Bindung. Ich kann mir ein Leben ohne Köln gar nicht vorstellen.

Wie feierst du Karneval?

Karneval ist eine Lebenseinstellung, ich finde gerade den Karneval der im Kleinen stattfindet schön. Karneval ist ein Stück Köln.

Wo würdest du Leben wenn nicht in Köln?

(Überlegt ziemlich lange) am Rande der Stadt gibt es eine schöne Siedlung, früher war da mein alter Kindergarten, das ist so etwa fünf Kilometer von Stammheim. Ist nicht mehr Köln, ist schon Leverkusen. Weiter weg geht nicht. (Rotznas lächelt verschmitzt, na gut, würde mal sagen der Punkt geht an ihn)

Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte?

Ja, die Terrasse bei mir daheim. Besonders, wenn die Sonne scheint. Da kann ich mal die Augen schließen oder mal ein Buch lesen und entspannen.

Deine Lieblingslokalität ?

Schwierig, ist echt schwierig. Habe ich keine, ne eine direkte Lieblingskneipe nicht. Es gibt so viele schöne Kneipen wo ich gerne rein gehe und bin. Die Tankstelle auf der Kyffhäuser, da ist oft Livemusik. Ich habe auch schon da gespielt, ist immer schön da. Die Südstadt hat einige zu bieten. Brauhäuser gehen immer, die haben Flair. Brauhäuser das ist einfach Kölle. Ich stelle mich irgendwo hin und trinke ein paar Kölsch und schaue einfach den Leuten zu. Das ist grandios.

Was fehlt in Köln?

Schwere Frage. Also wenn ich mir hier den Schlosspark anschaue, da hinten steht ein ganz altes, aber sehr schönes Gebäude das nicht genutzt wird und langsam verfällt. Das ist sehr schade. Da müsste die Stadt schneller entscheiden und solche Sachen in Angriff nehmen. Oft gibt es gute Ideen und Pläne und die Stadt zögert dann so lange. Da fehlt einfach der Wille schnell zu handeln und Ideen umzusetzen.

Dein Lieblingsveedel?

Ja, hier die Ecke um Stammheim, das ist meine Heimat, hier bin ich gern.

Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Die Bahnfahrerei. Da fahren drei Züge in die gleiche Richtung, trotzdem stehst du da 20 Minuten. Das ist sicher ausbaufähig. (Rotznas sprach mir aus der Seele, ich hatte es auch nicht geschafft pünktlich zu sein.)

Welchen Kölner Promi würdest du gerne mal treffen?

Köster/Hocker habe ich noch nie live gesehen. Die mal live, das wäre cool.

Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Einen Tag OB? Da kann ich nichts ändern, die Mühlen mahlen so langsam…na ja, die Rheinbrücken sind alle kaputt, da müsste ne neue hingestellt werden.

Was ist für dich das Kölsche Jeföhl?.

Du kommst in die Kneipe, setzt dich hin und schaust dir einfach an, was um dich rum passiert. Das Miteinander und die Fröhlichkeit, das ist für mich das Kölsche Jeföhl.